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ALLGEMEINE RISIKOAUFKLÄRUNG (MiFID-konform)                Druckversion.pdf
Wesentliche Merkmale und Risiken von Finanzinstrumenten
Information über Risiken von Finanzinstrumenten – Stand : Dezember 2007

A. Festgeldanlagen
B. Obligationen
C. Aktien
D. Genussscheine
E. Investmentfonds
F. Derivate
G. Strukturierte Produkte oder EMTN
H. Synthetische Produkte
I. „Alternative“ Vermögensanlagen und „Off Shore“-Fonds
J. Immobilienanlagen
K. Mit Leihgeschäften über Finanzinstrumente („Securities Lending“) verbundene
besondere Risiken


Die in diesem Text enthaltenen Informationen verfolgen das Ziel, einen Überblick über die
wesentlichen Merkmale und Risiken der Finanzinstrumente zu geben, die Gegenstand Ihrer
Anlagen werden könnten. Sollten Sie besondere Fragen haben oder sich für bestimmte
Finanzinstrumente interessieren, bitten wir Sie, sich für weitergehende Informationen mit Ihrem
Finanzberater in Verbindung zu setzen.
Dieses Dokument behandelt jedoch nicht die steuerlichen und rechtlichen Folgen der Geschäfte,
die Finanzinstrumente zum Gegenstand haben. Wir bitten Sie deshalb, sich hinsichtlich dieser
Fragen vor jeglicher Investition individuell von einem Experten beraten zu lassen.
I. Basisrisiken
Diese Risiken betreffen jede Art von Anlage. Je nachdem um welches Finanzinstrument es sich
handelt, ist es jedoch möglich, dass eines oder mehrere der im Folgenden beschriebenen
Risiken kumulativ auftreten und so zu einer globalen Erhöhung des Risikoniveaus führen, das
der Anleger eingeht.
1) Konjunkturrisiko
Veränderungen der Aktivität einer Volkswirtschaft haben stets Auswirkungen auf die Entwicklung
des Kurses von Finanzinstrumenten und der Wechselkurse. Die Kurse schwanken ungefähr
gemäß dem Rhythmus der konjunkturellen Auf- und Abschwungphasen der Wirtschaft. Die
Dauer und das Ausmaß der einzelnen wirtschaftlichen Auf- und Abschwungzyklen variieren,
ebenso wie die Auswirkungen auf die einzelnen Wirtschaftsbereiche. Zu beachten ist außerdem,
dass der Konjunkturzyklus von Land zu Land unterschiedlich sein kann.
Eine fehlende Berücksichtigung oder fehlerhafte Beurteilung der Konjunkturentwicklung bei der
Anlageentscheidung können zu Verlusten führen. Besonders zu beachten sind hier die
Auswirkungen des Konjunkturzyklus auf die Kursentwicklung hinsichtlich der getätigten
Investitionen.
Unter anderem aufgrund der Konjunkturentwicklung gibt die Wertentwicklung eines
Finanzinstruments in der Vergangenheit keine Gewähr für die zukünftige Wertentwicklung dieses
Instruments. Werteinbussen, die Verluste für den Anleger mit sich bringen, sind immer möglich.
Der Anleger muss sich deshalb ständig versichern, dass seine Anlagen die wirtschaftliche
Konjunktur angemessen berücksichtigen und, wenn erforderlich, eine Umschichtung vornehmen.
2) Inflationsrisiko
Infolge einer Geldentwertung kann der Anleger einen Vermögensschaden im Zusammenhang
mit den getätigten Anlagen erleiden. Ein solcher Wertverlust kann sich auf den Realwert des
vorhandenen Vermögens wie auch auf den Realertrag auswirken, der mit dem Vermögen
erwirtschaftet werden soll. Als Orientierungsgröße sollten deshalb die Realerträge dienen, d.h.,
für festverzinsliche Produkte, die Differenz zwischen Zinssatz und Inflationsrate.
Übersteigt also die Inflationsrate den Ertrag der Finanzinstrumente (Kapitalgewinn und
Zinserträge), so führt dies zu einem Verlust des Wertes des angelegten Kapitals.

3) Länderrisiko und Transferrisiko
Es besteht die Möglichkeit, dass ein ausländischer Schuldner trotz eigener Zahlungsfähigkeit
aufgrund fehlender Transferfähigkeit oder -bereitschaft seines Herkunftslandes seine Zins- und
Schuldtilgungsleistungen nicht fristgerecht oder überhaupt nicht erbringen kann. Dies kann z.B.
auf wirtschaftliche, politische oder soziale Instabilität in dem betreffenden Land zurückzuführen
sein.
So können Geldzahlungen, auf die der Anleger einen Anspruch hat, aufgrund von
Devisenmangel oder Transferbeschränkungen im Ausland ausbleiben. Bei begebenen
Finanzinstrumenten in einer Fremdwährung kann es dazu kommen, dass der Anleger
Ausschüttungen in einer Währung erhält, die aufgrund eingetretener Devisenbeschränkungen
nicht mehr umtauschbar ist.
Des Weiteren kann staatlicher Interventionismus in bestimmten Wirtschaftsbereichen (z.B.
Verstaatlichung) auch in nicht Krisenzeiten einen Einfluss auf die Vermögenswerte der Anleger
haben. In bestimmten Extremfällen können die Vermögenswerte der Anleger von den örtlichen
Behörden beschlagnahmt oder eingefroren oder die Anlegerrechte beschränkt werden.
Eine Absicherungsmöglichkeit gegen dieses Transferrisiko gibt es grundsätzlich nicht. Die von
der Finanzpresse veröffentlichten Länderbewertungen können jedoch für die Anleger
diesbezüglich nützliche Anhaltspunkte darstellen.
Schließlich kann allgemein die politische und/oder wirtschaftliche und/oder soziale Instabilität
bestimmter Länder zu rapiden Kurzschwankungen führen.
4) Währungsrisiko
Aufgrund im Verhältnis zueinander schwankender Devisenkurse besteht ein Währungsrisiko,
wenn auf eine fremde Währung lautende Finanzinstrumente gehalten werden. Je nach
Devisenkurs kann ein und dieselbe Anlage einen Gewinn oder einen Verlust hervorbringen.
Da die Tätigkeit der Unternehmen in mehr oder weniger großem Masse mit den Devisenkursen
verbunden ist, können Kursentwicklungen des Weiteren den Wert der durch die Unternehmen
emittierten Finanzinstrumente beeinflussen.
Wesentliche Elemente, die Einfluss auf den Devisenkurs eines Landes haben, sind insbesondere
die Inflationsrate des Landes, die Zins- und Produktivitätsunterschiede im Verhältnis zum
Ausland, die Einschätzung der Konjunkturentwicklung, die weltpolitische Situation und die
Sicherheit der Geldanlage. Zudem können psychologische Momente wie Vertrauenskrisen
hinsichtlich der politischen Führung die Währung eines Landes schwächen.
5) Liquiditätsrisiko
Liquidität bedeutet für den Anleger, die von ihm gehaltenen Finanzinstrumente zu jeder Zeit zum
Marktpreis verkaufen zu können.
Im Fall einer geringen Liquidität des Marktes besteht daher das Risiko, dass der Anleger seine
Wertpapiere nicht zum Marktpreis verkaufen kann. Grundsätzlich ist zu unterscheiden zwischen
angebots- und nachfragebedingter Illiquidität und einer Illiquidität aufgrund der Charakteristika
des Finanzinstruments oder der Marktusancen.
Angebots- und nachfragebedingte Illiquidität besteht, wenn für ein Wertpapier zu einem
bestimmten Kurs nur oder fast nur Angebot (Briefkurs) oder nur oder fast nur Nachfrage
(Geldkurs) besteht. Unter diesen Umständen ist die Durchführung eines Kauf- oder
Verkaufsauftrages nicht sofort, nur in Teilen (Teilausführung) oder zu ungünstigen Bedingungen
möglich. Darüber hinaus können hieraus höhere Transaktionskosten entstehen.
Eine Illiquidität aufgrund der Charakteristika des Finanzinstruments oder der Marktusancen
besteht z.B. im Falle einer zeitaufwendigen Umschreibung von Namensaktien, im Falle durch
Usancen begründeter langer Ausführungsfristen oder sonstiger Handelsbeschränkungen, im
Falle eines kurzfristigen Liquiditätsbedarfs, der nicht durch den Verkauf der Finanzinstrumente
gedeckt werden kann oder im Falle langer Ankündigungsfristen, die einer Transaktion
vorhergehen müssen, insbesondere im Fall von alternativen Anlagefonds.
6) Psychologisches Marktrisiko
Auf die allgemeine Kursentwicklung können irrationale Faktoren wie beispielsweise Stimmungen,
Meinungen und Gerüchte einwirken, die bedeutende Kursrückgänge verursachen können,
obwohl sich die Finanzlage und die Zukunftsaussichten der betreffenden Unternehmen nicht
nachteilig verändert haben.
7) Kreditrisiko
Kreditfinanzierte Käufe von Finanzinstrumenten bergen mehrere zusätzliche Risiken. Zum einen
können - manchmal sehr kurzfristig - bei einer durch die Kursentwicklung bedingten
Überschreitung des Beleihungsrahmens weitere Sicherheiten gefordert werden. Falls der
Anleger nicht in der Lage ist, diese Sicherheiten zu beschaffen, kann die Investmentgesellschaft
zu einem Verkauf der Depotwerte zu einem ungünstigen Moment gezwungen sein. Zum anderen
kann bei einer ungünstigen Kursentwicklung der erlittene Verlust höher sein als die ursprüngliche
Investition. Kursschwankungen der verpfändeten Finanzinstrumente können die Fähigkeit,
Darlehen zurückzuzahlen negativ beeinflussen.
Hier gilt es zu beachten, dass die Hebelwirkung von kreditfinanzierten Käufen von
Finanzinstrumenten eine verhältnismäßig höhere Empfindlichkeit gegenüber Kursschwankungen
erzeugt und damit höhere Gewinnchancen bietet, aber gleichzeitig auch höhere Verlustrisiken
birgt. Die mit solchen kreditfinanzierten Käufen verbundenen Risiken nehmen mit dem Ausmaß
der Hebelwirkung zu.
8) Zinsrisiko
Im allgemeinen kann eine Änderung der kurzfristigen wie auch langfristigen Zinssätze erhebliche
negative Folgen auf den Wert der Finanzinstrumente haben.
9) Bonitätsrisiko des Emittenten oder des Clearing-Systems
Die Zahlungsunfähigkeit des Emittenten der Finanzinstrumente oder des Clearing-Systems, über
welches diese Instrumente gehandelt werden, kann für den Anleger den teilweisen oder
vollständigen Verlust der investierten Gelder nach sich ziehen.
10) Zusätzliche Risiken auf Emerging Markets
Emerging Markets sind Märkte von Ländern, die gemäß der Definition der
WeltInvestmentgesellschaft ein mittleres oder niedriges Prokopfeinkommen aufweisen. Konkret
handelt es sich um Märkte in Ländern die einen bestimmten Grad an politischer Instabilität,
unsichere Märkte und Wirtschaftsentwicklung, sich im Aufbau befindende Finanzmärkte und eine
schwache Wirtschaft aufweisen. Diese Definition betrifft eine große Anzahl der Märkte
Lateinamerikas, Osteuropas und einige asiatische Länder.
Im allgemeinen treten die oben dargestellten Risiken auf solchen Märkten verstärkt auf.
So haben politische oder wirtschaftliche Veränderungen (z.B. Geldentwertung, Devisenkurse)
einen größeren Einfluss auf den Wert von Anlagen in Emerging Markets als in den anderen
Ländern. Desgleichen reagieren Emerging Markets oft stärker und dauerhafter im Fall von
Naturkatastrophen oder kriegerischen Auseinandersetzungen.
Des Weiteren haben Emerging Markets oft weniger ausgereifte Regeln im Bereich der
Abwicklung oder Aufrechnung von Transaktionen mit der Folge, dass es hinsichtlich von
Finanzinstrumenten häufiger zu Buchhaltungsfehlern oder Lieferungsmängeln kommen kann.
Schließlich sind die aufsichtsrechtliche Kontrolle über solche Märkte und die Regeln im Bereich
des Anlegerschutzes oft schwach entwickelt.
11) Andere Basisrisiken
Informationsrisiken
Dieses Risiko entspricht dem Risiko, aufgrund fehlender, unvollständiger oder falscher
Informationen unangebrachte Anlageentscheidungen zu treffen. Dies kann darauf
zurückzuführen sein, dass der Anleger sich auf wenig vertrauenswürdige Quellen stützt,
Informationen, die ihm geliefert werden, falsch versteht, oder dass es zu Kommunikationsfehlern
kommt.
Übermittlungsrisiken
Wenn ein Anleger einen Auftrag erteilt, muss er seiner Investmentgesellschaft bestimmte für die
Ausführung notwendige Informationen mitteilen (Instrument, Art des Auftrags, Volumen,
Ausführungsdatum usw.). Je präziser der Auftrag ist, desto geringer ist das Risiko eines
Übertragungsfehlers.
Risiken in Verbindung mit den Transaktionskosten
Die Investmentgesellschaft, aber auch andere inländische oder ausländische Mittelspersonen
können bei der Ausführung eines Auftrags tätig werden (z.B. Broker). Die Kosten und
Provisionen dieser Personen werden dem Anleger auferlegt.
Eine Anlage wird erst rentabel, wenn all diese Kosten gedeckt worden sind.

II. Spezielle Risiken hinsichtlich der Vermögensanlage

A. Festgeldanlagen
Es handelt sich dabei um angelegte Gelder, die zu einem festen Zeitpunkt und zu einem
vorbestimmten Satz verzinst werden.
(i) Merkmale:
• Erträge: Zinszahlungen;
• Laufzeit: kurzfristig (< 4 Jahre), mittelfristig (4–8 Jahre) oder langfristig (> 8 Jahre);
• Zinsen: die Zinsen sind von den Modalitäten der einzelnen Festgeldanlage abhängig;
z.B. fester Zinssatz für die gesamte Laufzeit oder variabler Zinssatz, der sich oft nach
den Kursen der Finanzmärkte richtet (z.B. LIBOR oder EURIBOR).
(ii) Vorteile:
Je nach Marktbedingungen können diese Produkte interessantere Erträge erbringen als andere
festverzinsliche Produkte.
(iii) Risiken
Diese Produkte sind vor allem den oben unter I. beschriebenen Inflations-, Wechselkurs-,
Zinsrisiken sowie Risiken hinsichtlich des Vertragspartners ausgesetzt.

B. Obligationen
Obligationen sind handelbare Namens- oder Inhaberpapiere, die von einer Handelsgesellschaft
oder einer Körperschaft öffentlichen Rechts an Personen ausgegeben werden, die ihr Kapital
leihen. Der Nennwert von Obligationen entspricht zum Zeitpunkt ihrer Emission einer Stückelung
des Gesamtwerts der Anleihe. Obligationen sind mit einer festen oder variablen Verzinsung
ausgestattet und haben eine vorgegebene Laufzeit und Tilgungsform. Bestimmte strukturierte
Produkte weisen rechtlich die Form einer Obligation auf und werden deshalb in dem den
strukturierten Produkten gewidmeten Abschnitt behandelt.
Der Käufer einer Obligation (Gläubiger) besitzt eine Geldforderung gegenüber dem Emittenten
(Schuldner).
(i) Merkmale:
• Erträge: Zinszahlungen, mögliche Wertsteigerungen (Differenz zwischen dem Kauf-
/Emissionspreis und dem Verkaufs-/Abwicklungspreis);
• Laufzeit: kurz- (< 4 Jahre), mittel- (4-8 Jahre)oder langfristig (> 8 Jahre);
• Währung: Devise des Herkunftslandes des Anlegers oder Devise eines anderen Landes. Es
kann vorgesehen sein, dass die Rückzahlung der Hauptforderung und die Zinszahlungen in
verschieden Devisen erfolgen. In diesem Fall kann die Obligation mit einer Option
ausgestattet werden, um das Währungsrisiko zu begrenzen;
• Form: einzelne Wertpapiere mit einem bestimmten Nennwert (die den Anlegern ausgehändigt
werden können) oder gemeinsam durch ein bei einer Investmentgesellschaft verwahrtes
Globalzertifikat verbriefte Wertpapiere;
• Emissionswert: dem Nennwert entsprechend (100% des Nennwerts), unter dem Nennwert
oder über dem Nennwert;
• Emissionsort: es kann sich um den Heimatmarkt des Anlegers, aber auch um einen
ausländischen Markt handeln;
• Tilgung:
- zu vorbestimmten Terminen: unter Vorbehalt gegenteiliger Bestimmungen
oder der Zahlungsunfähigkeit des Emittenten werden die Anleihen entweder
am Ende der Laufzeit der Obligation oder in Jahresraten (im allgemeinen nach
einer anfänglichen Sperrzeit) oder zu unterschiedlichen durch Auslosung
bestimmten Terminen (im allgemeinen nach einer anfänglichen Sperrzeit)
zurückbezahlt;
- zu unbestimmten Terminen: der Emittent behält sich das Recht vor, die
Rückzahlung zu einem von ihm nach freiem Ermessen später zu
bestimmenden Termin vorzunehmen;
• Verzinsung: hängt von den jeweiligen Anleihebedingungen ab; z.B. Festzins für die gesamte
Laufzeit oder variabler Zinssatz, der sich häufig an Finanzmarktsätzen orientiert (z.B. LIBOR
oder EURIBOR). Im letzteren Falle können ein Mindest- und/oder Maximalsatz vorgesehen
werden;
• Eigene Merkmale (z.B. Beziehung zwischen Emittent und Anleger): in den jeweiligen
Emissions-/Ausgabebedingungen der betreffenden Obligation bestimmt.
(ii) Vorteile:
Je nach Marktentwicklung können diese Produkte interessantere Erträge erbringen als die
anderen festverzinslichen Produkte.
iii) Risiken:
1) Bonitätsrisiko
Es besteht die Möglichkeit einer vorübergehenden oder endgültigen Unfähigkeit des Emittenten
zur termingerechten Erfüllung seiner Zins- und/oder Tilgungsverpflichtungen. Die Bonität eines
Emittenten kann sich während der Laufzeit einer Anleihe aufgrund bestimmter Faktoren ändern.
Dies kann im Besonderen auf konjunkturelle Veränderungen, auf Veränderungen in Bezug auf
das Unternehmen, den Tätigkeitsbereich des Emittenten und/oder das betreffende Land, sowie
auf politische Entwicklungen mit bedeutenden wirtschaftlichen Auswirkungen zurückzuführen
sein.
Je nachdem, ob die Obligationen von einer Körperschaft des öffentlichen Rechts oder von einer
privaten Einrichtung emittiert werden, ist das Risiko mehr oder weniger groß. Das Risiko hängt
ebenfalls vom Staat des öffentlichen Emittenten oder von der Art und dem Bereich der Tätigkeit
(Investmentgesellschaft, Industrieunternehmen, usw.) sowie im allgemeinen von der Finanzkraft
des privaten Emittenten ab.
Das Risiko ist begrenzter, wenn den Obligationen Garantien beigefügt werden. In diesem Fall
hängt der zusätzliche Schutz des Anlegers jedoch vom Status und der Bonität des Garanten ab.
Diesbezüglich ist festzuhalten, dass Obligationen von als sicher eingestuften Emittenten
grundsätzlich niedrigere Erträge gewähren. Jedoch ist das Risiko eines vollständigen Verlusts
der Anlage entsprechend geringer.
Eine Bonitätsverschlechterung des Emittenten wirkt sich auch ungünstig auf die Kursentwicklung
der betreffenden Finanzinstrumente aus.
2) Zinsänderungsrisiko
Die Ungewissheit über die Entwicklung des Marktzinsniveaus hat zur Folge, dass der Käufer
eines festverzinslichen Finanzinstruments dem Risiko eines Kursverlustes ausgesetzt ist, wenn
das Marktzinsniveau steigt. Die Zinsänderungsempfindlichkeit der Obligationen ist insbesondere
abhängig von der Restlaufzeit und der Höhe des Nominalzinssatzes.
3) Risiko einer vorzeitigen Kündigung
Der Emittent einer Obligation kann sich ein Recht zur vorzeitigen Rückzahlung vorbehalten, von
dem häufig bei sinkendem Marktzinsniveau Gebrauch gemacht wird. Solch eine vorzeitige
Rückzahlung kann zu Abweichungen von der durch den Anleger erwarteten Rendite führen.
4) Auslosungsrisiko
Tilgungsanleihen, die nach einem Auslosungsverfahren zurückgezahlt werden, können augrund
ihrer schwerbestimmbaren Laufzeit unvorhersehbare Veränderungen hinsichtlich des erwarteten
Ertrags der entsprechenden Obligation mit sich bringen.
5) Mit dem Land der Emission verbundenes Risiko
Wenn die Obligation auf einem ausländischen Markt emittiert wird, ist sie normalerweise dem
Recht der Emission unterworfen. Der Anleger muss sich deshalb über die Auswirkungen der
Anwendung ausländischen Rechts auf seine Rechte erkundigen.
6) Spezielle Risiken bei bestimmten Obligationen
Bei bestimmten Formen von Obligationen - wie z.B. floating rate notes, reverse-floating rate
notes, zero bonds, Fremdwährungsanleihen, Wandelanleihen, Options- und Indexanleihen,
„untergeordnete“ Anleihen usw. - können zusätzliche Risiken bestehen.
Bei solchen Anleiheformen sollten Anleger zudem besonders auf die im Emissionsprospekt
aufgeführten Risiken achten und solche Wertpapiere erst nach erfolgter Bewertung aller Risiken
erwerben.
Die folgenden Ausführungen stellen nur einen Überblick hinsichtlich der zusätzlichen, vom
Anleger in Verbindung mit diesen besonderen Obligationen eingegangenen Risiken dar.
Floating rate-Anleihen
Floating rate-Anleihen können verschiedene Formen haben, wie z.B.
- floor floater-Anleihen sind Anleihen, für die ein Mindestzinssatz garantiert wird. Liegt die
Summe dieses Referenzzinssatzes und der Marge unter einem bestimmten Niveau,
erhält der Anleger mindestens Zinsen nach dem Mindestsatz. Handelt es sich umgekehrt
um cap floater-Anleihen, sind die dem Anleger zu zahlenden Zinsen auf einen
vorbestimmten Höchstsatz begrenzt.
Für solche Obligationen ist es nicht möglich, den effektiven Ertrag der Anlage ab dem
Zeitpunkt der Emission zu bestimmen, da dieser Ertrag von der Entwicklung der
Marktzinssätze abhängt.
- bei bestimmten Anleihen mit variablem Zinssatz kann auch vorgesehen sein, dass sich
der Zinssatz entgegen dem Marktzinssatz entwickelt (reverse-floating rate-Anleihen). Bei
solchen mittel- oder langfristigen Anleihen wird der zu zahlende Zinssatz auf der
Grundlage der Differenz zwischen einem festgelegten Zinssatz und einem
Referenzzinssatz berechnet (z.B. 16% abzüglich LIBOR). Das bedeutet, dass die dem
Anleger ausgezahlten Beträge steigen, wenn der Referenzzinssatz sinkt. Der Wert
dieser Obligationen ist im allgemeinen einer größeren Volatilität ausgesetzt, als dies bei
Obligationen gleicher Laufzeit mit festem Zinssatz der Fall ist.
- Es gibt ebenfalls convertible floating rate-Anleihen, die den Anleger oder den Emittenten
(entsprechend der jeweiligen Emissionsbedingungen der Obligationen) berechtigen, die
Obligation in eine klassische festverzinsliche Obligation umzuwandeln. Ist ein solches
Recht dem Emittenten vorbehalten, so kann der tatsächliche Ertrag der Obligation unter
dem vom Anleger anfänglich erwarteten Ertrag liegen.
Zero Bond-Anleihen
Bei zero bond-Anleihen gibt es keinen Zinsschein. Anstelle von regelmäßigen Zinszahlungen
erhält der Anleger die Differenz zwischen dem Abwicklungspreis und dem Emissionspreis
(zusätzlich zur Rückerstattung des Kapitals). Solche Obligationen werden im allgemeinen unter
dem Nennwert emittiert und zum Nennwert zurückgezahlt. Die Höhe des Abschlages zugunsten
des Anlegers hängt von der Laufzeit der Obligation, der Bonität des Emittenten und von den
allgemein anwendbaren Marktzinssätzen ab.
Solche Obligationen geben ein Recht auf die Zahlung eines Einmalbetrags zu einem späteren
Zeitpunkt, wenn die Obligation bis zum Ende der Laufzeit gehalten wird (was je nach Land
unterschiedliche steuerrechtliche Folgen haben kann). Dagegen erhält der Anleger bei Verkauf
vor dem Ende der Laufzeit nur die Zahlung des Verkaufspreises der Obligationen.
Sollten die Marktzinssätze fallen, sinkt der Wert solcher Obligationen daher deutlicher als der
Wert von identischen Obligationen mit derselben Laufzeit. Falls solche Obligationen auf eine
ausländische Währung lauten, kommt ein erhöhtes Währungsrisiko hinzu, da keine
regelmäßigen Zinszahlungen erfolgen, sondern nur die Zahlung eines Einmalbetrags zu einem
vorbestimmten zukünftigen Zeitpunkt.
Combined-interest Bond- oder Step-up Bond-Anleihen
Bei combined-interest bond- oder step-up bond-Anleihen erhält der Anleger keine Zinszahlungen
zu einem festen Zinssatz während der gesamten Laufzeit der Obligation. Solche Obligationen
ähneln jedoch festverzinslichen Obligationen, da der Zinssatz ab dem Zeitpunkt der Emission
vorbestimmt ist und nicht von den Schwankungen der Marktzinssätze abhängt. Der Zinssatz
verändert sich im Gegenteil während der Laufzeit der Obligation lediglich gemäß einem zum
Zeitpunkt der Emission bestimmten Schema.
So wird bei combined-interest bond-Anleihen vereinbart, dass während der ersten Jahre der
Laufzeit der Obligation kein Recht auf Zinszahlungen besteht, dass aber der Anleger
anschließend für die verbleibenden Jahre ein Recht auf Zinszahlungen zu einem
überdurchschnittlichen Zinssatz hat. Bei solchen Obligationen erfolgt die Emission und die
Rückzahlung im allgemeinen zum Nennwert.
Bei step-up bond-Anleihen erfolgen anfänglich relativ niedrige Zinszahlungen. Anschließend
erhält der Anleger für die folgenden Jahre Zinszahlungen zu einem hohen Satz. Bei solchen
Obligationen erfolgt die Emission und die Rückzahlung im allgemeinen zum Nennwert.
Phased Interest Rate-Anleihen
Diese Obligationen sind eine Kombination aus festverzinslichen Obligationen und variabel
verzinslichen Obligationen. Sie haben im allgemeinen eine Laufzeit von 10 Jahren und geben für
die ersten Jahre ein Recht auf Zinszahlungen zu einem festen Satz. Anschließend erhält der
Anleger für mehrere Jahre Zinsen zu einem variablen Satz, der den Marktsätzen folgt. Während
der letzten Jahre der Laufzeit der Obligation erhält der Anleger erneut auf Grundlage eines
festen Satzes berechnete Zinszahlungen.
Index-linked-Anleihen
Bei solchen Anleihen werden der Rückzahlungspreis und/oder die Zinsen gemäß einem– zum
Zeitpunkt der Rückzahlung oder der Zinszahlung -vorbestimmten Niveau eines Indexes oder
verwalteten Kontos bestimmt und sind daher nicht fest. Die Obligationen sind häufig zero bonds.
Im allgemeinen werden solche Obligationen in zwei Tranchen emittiert: bull bonds (Obligationen,
die an Wert gewinnen, wenn der Index steigt) und bear bonds (Obligationen, die an Wert
gewinnen, wenn der Index sinkt). Das Risiko für den Anleger besteht daher darin, dass der Wert
seiner Obligation fallen kann, sollte der Index sinken (bull bonds) oder steigen (bear bonds).
„Untergeordnete“ Anleihen
Bei „untergeordneten“ Anleihen sollten sich Anleger besonders hinsichtlich des Ranges der
Anleihe gegenüber anderen Verpflichtungen des Emittenten erkundigen, da im Fall der Insolvenz
des Emittenten diese Anleihen nur nach Befriedigung aller Ranghöheren Gläubiger
zurückgezahlt werden können (Vorzugsanleihen und pari passu).
Jedoch ist im allgemeinen der Ertrag der Obligation umso niedriger, je günstiger die Stellung des
Anlegers im Falle des Konkurses ist.
Convertible- / Warrant-Anleihen
In diesem Fall wird dem Anleger das Recht zuerkannt, seine Obligationen zu einem bestimmten
Datum oder innerhalb eines bestimmten Zeitraums gegen Aktien des Emittenten in einem
bestimmten Verhältnis umzutauschen. Im allgemeinen besteht eine Mindestsperrzeit, in der es
dem Anleger nicht erlaubt ist, sein Umtauschrecht auszuüben. Im Fall der Nicht-Ausübung des
Umtauschrechts bleiben die Obligationen festverzinsliche Obligationen, deren Rückzahlung am
Verfalltag zum Nennwert erfolgt.
Aufgrund des Umtauschrechts erfolgen die Zinszahlungen bei solchen Obligationen zu einem
niedriger Satz als bei gewöhnlichen Obligationen. Der Wert dieser Obligationen hängt
hauptsächlich vom Wert der Aktien ab, gegen die sie umgetauscht werden können. Fällt der
Preis der Aktien, fällt auch der Wert der Obligationen. Das Risiko eines Wertverlusts einer
solchen Obligation ist also höher als bei Obligationen ohne Umtauschrecht (jedoch im
allgemeinen geringer als das Verlustrisiko, das mit einer Investition unmittelbar in die
betreffenden Aktien verbunden ist).
Es gibt auch Obligationen, die den Anleger berechtigen, zusätzlich und nicht anstelle der
Obligation Aktien des Emittenten zu zeichnen. Das Zeichnungsrecht des Anlegers wird durch ein
Zertifikat (warrant) verbrieft, das von der Obligation getrennt werden kann. Dieses Zertifikat ist
eigenständig handelbar. Der Anleger kann die Aktien des Emittenten der Obligation auf Vorlage
dieses Zertifikats unter im Voraus festgelegten Bedingungen zeichnen. Bis zum Ende der
Laufzeit behält der Anleger darüber hinaus die Obligation. Wie im Falle der Obligationen mit
Umtauschrecht sind die periodischen Zinszahlungen im allgemeinen niedrig. Soweit sie mit dem
Zertifikat ausgestattet sind, hängt der Wert solcher Obligationen im Übrigen vom Wert der Aktien
ab, zu deren Zeichnung sie berechtigen. Sind die Obligationen nicht mit dem Zertifikat
ausgestattet, handelt es sich um eine klassische Obligation, deren Wert hauptsächlich von den
Marktsätzen abhängt.
Bestimmte Varianten der im vorstehenden Absatz beschriebenen Obligationen berechtigen den
Inhaber des Zertifikats, eine andere vorbestimmte Obligation zu einem festen Preis zu kaufen
oder zu verkaufen.

C. Aktien
Die Aktie ist ein Wertpapier, welches ein Mitgliedschaftsrecht des Aktionärs an einer Gesellschaft
in einer Aktienurkunde verbrieft und auf den Namen und den Inhaber lauten kann. Die Aktie stellt
einen Teil des Gesellschaftskapitals einer sogenannten Kapitalgesellschaft dar.
(i) Merkmale:
• Erträge: Dividendenausschüttungen sowie Kursgewinne sind möglich;
• Rechte des Aktionärs: Vermögens- und Verwaltungsrechte, die von der betreffenden
Rechtsordnung sowie der Satzung des Emittenten bestimmt werden;
• Übertragbarkeit: Unter Vorbehalt der anwendbaren Gesetzgebung ist bei Inhaberaktien ein
Inhaberwechsel in der Regel ohne besondere Formalitäten möglich, während die Übertragung
bei Namensaktien oft eingeschränkt ist.
(ii) Vorteile:
Grundsätzlich hat der Anleger Stimmrechte und partizipiert an den Gewinnen des
Unternehmens. Er kann des Weiteren höhere Erträge erzielen als bei Termingeldanlagen oder
Anlagen in Obligationen.
(iii) Risiken:
1) Unternehmerisches Risiko
Ein Aktienkäufer ist nicht Gläubiger sondern Kapitalgeber und damit Miteigentümer der
Kapitalgesellschaft. Er ist daher an der wirtschaftlichen Entwicklung der Gesellschaft und den
damit verbundenen Chancen und Risiken beteiligt, was unerwartete Entwicklungen des
Anlagewerts zur Folge haben kann. Der Extremfall, die Insolvenz des Emittenten, kann zum
vollständigen Verlust des Anlagebetrages führen.
2) Kursänderungsrisiko
Aktienkurse können unvorhersehbaren Schwankungen unterliegen, die Verlustrisiken mit sich
bringen. Kurz-, mittel und langfristige Aufwärts- und Abwärtsbewegungen der Kurse lösen
einander ab, ohne dass ein fester Zusammenhang für die Dauer der einzelnen Phasen herleitbar
ist.
Grundsätzlich muss zwischen dem allgemeinen Marktrisiko und dem unternehmensspezifischen
Risiko unterschieden werden. Diese beiden Risiken beeinflussen die Aktienkursentwicklung.
3) Dividendenrisiko
Die Dividende einer Aktie richtet sich maßgeblich nach dem erzielten Gewinn des Emittenten. So
besteht das Risiko, dass bei niedrigen Gewinnen oder bei Verlust die Dividendenausschüttung
gekürzt werden oder ganz ausfallen kann.

D. Genussscheine
Genussscheine verbriefen Vermögensrechte, die in den jeweiligen Genussscheinbedingungen
genannt sind.
(i) Merkmale:
Generell handelt es sich um Forderungen, die auf einen Nennwert lauten und mit einem
Gewinnanspruch verbunden sind.
Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Genussscheinen mit fester oder variabler
Ausschüttung und Genussscheinen mit Wandel- oder Optionsrecht.
(ii) Risiken:
1) Ausschüttungs- und Rückzahlungsrisiko
Bei nicht vorgesehener Mindestverzinsung besteht das Risiko, dass eine Ausschüttung im Falle
eines Verlustes des Emittenten ausbleiben kann. Im Falle eines Verlustes des Emittenten
besteht auch das Risiko einer Reduzierung des Rückzahlungsbetrages.
2) Bonitätsrisiko
Das Risiko eines vollständigen Verlustes des Anlagebetrages besteht im Falle der Insolvenz des
Emittenten.

E. Investmentfonds
Ein Investmentfonds ist eine Gesellschaft oder Gesamthand, die die Gelder vieler Anleger
bündelt, um sie nach dem Prinzip der Risikomischung in verschiedenen Vermögenswerten
anzulegen und ihre Aktionäre oder Teilhaber in den Genuss der Ergebnisse der Verwaltung ihrer
Aktiva kommen zu lassen.
(i) Merkmale:
• Offene Fonds: in einem offenen Fonds ist die Zahl der Anteile und somit der Teilhaber von
vorneherein nicht bestimmbar. Der Fonds gibt je nach Bedarf neue Anteile aus und kauft
ausgegebene Anteile zurück. Er ist verpflichtet, die Anteile gemäß den vertraglichen
Bedingungen zu Lasten des Fondsvermögens zum vereinbarten Rückkaufspreis
zurückzunehmen;
• Geschlossene Fonds: bei geschlossenen Fonds wird nur eine bestimmte Zahl von Anteilen
über eine begrenzte Anlagesumme ausgegeben. Im Gegensatz zu offenen Fonds besteht
keine Verpflichtung des Fonds, Anteile zurückzukaufen. Die Anteile können nur an Dritte oder
ggf. über einen geregelten Markt oder ein multilaterales Handelssystem (MTF) verkauft
werden. Der erzielbare Preis richtet sich dann nach Angebot und Nachfrage.
(ii) Vorteile:
Der Inhaber von Anteilen erhält einen Teil der Einkünfte des Fonds.
Die Streuung der vom Fonds getätigten Anlagen erhöht die Wahrscheinlichkeit von Gewinnen
oder erlaubt es, das Verlustrisiko zumindest zu verringern.
Dem Fonds kommen bei den von ihm getätigten Anlagen grundsätzlich günstigere Konditionen
zugute (insbesondere in Bezug auf Kosten) als diejenigen, die dem Anleger zugute kämen,
würde er unmittelbar in dieselben Produkte investieren.
(iii) Risiken:
1) Managementrisiko
Da das Anlageergebnis eines Investmentfonds unter anderem von der Eignung der handelnden
Personen und damit den richtigen Entscheidungen des Managements bedingt ist, können
Fehlbeurteilungen des Fondsmanagements zu Verlusten oder Wertminderungen führen.
2) Risiko rückläufiger Anteilspreise
Investmentsfondsanteile unterliegen dem Risiko sinkender Anteilspreise, da sich Kursrückgänge
hinsichtlich der im Fonds enthaltenen Wertpapiere oder Devisen bei ansonsten gleichbleibenden
Bedingungen im Anteilspreis widerspiegeln. Während Fonds mit breiter Streuung in der Regel
ein geringeres Risikoprofil haben, steigt das Anlagerisiko mit einer zunehmenden Spezialisierung
der Fonds. Daher sollten zusätzlich die generellen und die speziellen Risiken der im Fonds
enthaltenen Finanzinstrumente und/oder Devisen beachtet werden.
Der Anleger muss sich über eventuelle fondsspezifische, insbesondere aus dem Fondsprospekt
hervorgehende Risiken informieren.

F. Derivate

Derivate sind Finanzinstrumente, deren Wertentwicklung der Entwicklung eines Basiswerts
(underlying) folgt. Dieser Wert kann ein Aktienpreis, ein Marktindex, ein Zinssatz, eine Devise,
ein Rohstoffpreis oder sogar ein anderes Derivat sein.
Im Rahmen der Derivatprodukte lassen sich insbesondere folgende Unterscheidungen treffen:
a) Optionsgeschäfte, die eine Partei berechtigen, jedoch nicht verpflichten, ein Geschäft
abzuschließen. Eine Partei (der Verkäufer der Option) ist verbindlich verpflichtet, während die
andere (der Käufer der Option) die Wahl hat, das ihr zuerkannte Recht auszuüben oder auch
nicht.
b) Termingeschäfte, in denen die Parteien ein Geschäft abschließen, das zu einem
festgelegten zukünftigen Zeitpunkt getätigt werden muss. In einem Termingeschäft verpflichten
sich beide Parteien verbindlich, das von ihnen abgeschlossene Geschäft zum vereinbarten
Zeitpunkt zu tätigen.
Geschäfte, die solche Produkte zum Gegenstand haben, bergen hohe Verlustrisiken und können
sogar zum Verlust des gesamten investierten Kapitals führen. Da diese Geschäfte während der
Laufzeit des Produkts die Bereitstellung einer zusätzlichen Margendeckung erforderlich machen
können, müssen die Anleger sicherstellen, dass sie über eine ausreichende Liquidität verfügen,
bevor sie solche Geschäfte in die Wege leiten.
a) Optionsgeschäfte
Optionen sind Derivate, deren Wert der Entwicklung des Basiswerts folgt. Der Käufer einer
Option erhält gegen Zahlung einer Prämie an die Gegenpartei, den Verkäufer der Option, das
Recht, den Basiswert zu einem bestimmten Zeitpunkt oder während einer bestimmten
Zeitspanne zu einem vorbestimmten Grundpreis zu kaufen (call) oder zu verkaufen (put).
Die genauen Bedingungen der Option können durch den Käufer und den Verkäufer
standardisiert oder für jeden Einzelfall individuell bestimmt werden.
(i) Merkmale:
• Laufzeit: die Laufzeit einer Option ist der Zeitraum vom Tag seiner Begebung bis zu dem Tag,
an dem das Optionsrecht erlischt;
• Optionsverhältnis: das Optionsverhältnis drückt aus, wieviel Einheiten des Basiswertes der
Inhaber einer Option durch Ausübung seines Optionsrechts kaufen (call) bzw. verkaufen (put)
kann;
• Ausübungspreis: der Ausübungspreis ist der im Voraus vereinbarte Preis, zu dem der Inhaber
einer Option bei Ausübung seines Optionsrechts den Basiswert kaufen bzw. verkaufen kann;
• Ausübungsdatum: Optionen, die bis zu ihrem Verfalltag zu jedem Zeitpunkt ausgeübt werden
können, werden „amerikanische“ Optionen genannt. Optionen, die nur am Verfalltag ausgeübt
werden können, werden „europäische“ Optionen genannt. Letztere können vor dem Verfalltag
jedoch uneingeschränkt auf dem Sekundärmarkt gehandelt werden, wenn dieser liquide ist;
• Ausübungsmodalitäten: Bei Optionen mit physischer Lieferung hat der Käufer einer Call-
Option das Recht auf die Lieferung des Basiswerts gegen Zahlung des Ausübungspreises,
während der Käufer einer Put-Option das Recht hat, dem Verkäufer den Basiswert zu liefern
gegen Zahlung des Ausübungspreises durch letzteren. Handelt es sich um eine Option mit
Barausgleich, ist nur die Differenz zwischen Ausübungspreis und Marktwert des Basiswertes
zu zahlen, vorausgesetzt, die Option liegt „in-the-money“;
• Optionen „in-the-money“, „out-of-the-money”, “at-the-money”:
Eine Call-Option liegt „in-the-money“, wenn der Marktwert des Basiswerts den
Ausübungspreis übersteigt. Umgekehrt liegt eine Call-Option „out-of-the-money“, wenn der
aktuelle Marktwert des Basiswerts unter den Ausübungspreis sinkt.
Eine Put-Option liegt „in-the-money“, wenn der Marktwert des Basiswerts unter den
Ausübungspreis sinkt. Umgekehrt liegt eine Put-Option „out-of-the-money“, wenn der aktuelle
Marktwert des Basiswerts den Ausübungspreis übersteigt.
Deckt sich der Marktwert des Basiswertes mit dem Ausübungspreis, liegt die Option „at-themoney“.
• Wert der Option: Der Preis einer Option hängt einerseits von ihrem inneren Wert und
andererseits von einer Reihe von anderen Faktoren ab (time value), insbesondere der
Restlaufzeit der Option und der Volatilität des Basiswerts. Der time value spiegelt die Chance
einer Option wider, „in-the-money“ zu kommen. Er ist daher bei Optionen mit langer Laufzeit
und hoher Volatilität des Basiswerts größer.
Marge: Der Verkäufer einer Option muss während der gesamten Laufzeit der Option entweder
die entsprechende Quantität des Basiswerts oder andere Sicherheiten hinterlegen. Diese Marge
wird durch die Investmentgesellschaft festgelegt. Für an geregelten Märkten oder MTF notierte
Optionen schreiben die Märkte eine Mindestmarge vor. Erweist sich die durch den Anleger zur
Verfügung gestellte Margendeckung als ungenügend, kann die Investmentgesellschaft,
manchmal sehr kurzfristig, weitere Sicherheiten verlangen.
• Form:
Optionsscheine (warrants, an einem geregelten Markt oder MTF notierte Optionen): die mit
der betreffenden Option verbundenen Rechte und Pflichten werden durch den Emittenten
garantiert. Optionsscheine sind manchmal an einem geregelten Markt oder MTF notiert.
Traded options: hierbei handelt es sich um standardisierte Optionen, deren Rechte und
Pflichten nicht garantiert werden und die an bestimmten spezialisierten Märkten gehandelt
werden.
„Over-the-counter“ (OTC) Optionen: hierbei handelt es sich um außerhalb eines Marktes oder
MTF oder durch Einzelvereinbarung gehandelte Optionen. Ihr Standardisierungsgrad hängt
von den Marktusancen ab. Sie können auch individuell auf die Bedürfnisse des Anlegers
abgestimmt werden. Dieser Optionstyp ist nicht an einem geregelten Markt oder MTF notiert
und wird selten in Optionsscheinen verbrieft.
• Hebelwirkung: jede Preisänderung beim Basiswert löst in der Regel eine verhältnismäßig
stärkere Veränderung des Preises des Optionsrechts aus.
• Kauf eines calls oder puts: der Käufer einer Call-Option hofft, dass während der Laufzeit der
Option der Preis des Basiswertes steigt und somit sein Optionsrecht im Wert steigt, während
der Käufer einer Put-Option Gewinne durch sinkende Preise des Basiswertes erzielen kann
• Verkauf eines calls oder eines puts: der Verkäufer einer Call-Option hofft, dass während der
Laufzeit der Option der Preis des Basiswertes sinkt, während der Verkäufer einer Put-Option
Gewinne durch steigende Preise des Basiswertes erzielen kann;
• Informationsdokumentation: Darüber hinaus sind die Informationsdokumente zum
Optionshandel zu beachten, die von den Märkten herausgegeben werden, insbesondere
folgende Dokumente:
1. „Characteristics and Risks of Standardized Options“, Broschüre zu den an der Chicago
Board Options Exchange gehandelten Optionen, auf Anfrage bei der
Investmentgesellschaft erhältlich, daneben verfügbar auf der Website: www.cboe.com;
2. „La note d’information“, Informationsbroschüre zu den auf dem Euronext-Markt MONEP
(Marché des Options Négociables de Paris) gehandelten Optionen, auf Anfrage bei der
Investmentgesellschaft erhältlich, daneben verfügbar auf der Website:
www.euronext.com;
3. „Officieel bericht opties en futures“, betreffend die auf Euronext Amsterdam (AEX)
gehandelten Optionen und Futures, auf Anfrage bei der Investmentgesellschaft
erhältlich.
(ii) Vorteile:
Während der Laufzeit der Option hat der durch die Option Begünstigte das Recht, bestimmte
Vermögenswerte zu kaufen oder zu verkaufen. Es bestehen hohe Gewinnchancen aufgrund der
mit der Verwendung eines Basiswerts verbundenen Hebelwirkung. Die andere Partei hat durch
ein solches Geschäft insbesondere die Möglichkeit, den Ertrag einer bestehenden Position zu
verbessern.
(iii) Risiken:
1) Allgemeines Kursrisiko
Optionen werden als selbstständige Wertpapiere an einem geregelten Markt oder MTF oder
ausserhalb eines solchen gehandelt und unterliegen den Gesetzen von Angebot und Nachfrage.
Eine wichtige Rolle bei der Kursbildung der Optionen spielt die Frage, ob für die jeweilige Option
ein hinreichend liquider Markt besteht, sowie die tatsächliche oder erwartete Kursentwicklung
des entsprechenden Basiswertes. Eine Call-Option verliert regelmäßig dann an Wert, wenn der
Kurs des Basiswertes zurückgeht, während Umgekehrtes für die Put-Option gilt. Der Kurs einer
Option wird nicht nur von den Kursveränderungen des Basiswertes bestimmt, sondern zusätzlich
von einer Reihe weiterer Preisbildungsfaktoren, wie z.B. der Laufzeit der Option oder der
Häufigkeit und Intensität von Kursschwankungen des Basiswertes (Volatilität). Das Risiko einer
Wertminderung der Option besteht daher selbst dann, wenn der Kurs des Basiswertes sich nicht
ändert.
2) Risiko der Hebelwirkung
Die Hebelwirkung der Option reagiert grundsätzlich verhältnismäßig stärker auf
Kursveränderungen des Basiswertes und bietet damit während ihrer Laufzeit höhere
Gewinnchancen bei gleichzeitig höheren Verlustrisiken. Der Kauf einer Option ist umso riskanter,
je größer die Hebelwirkung der Option ist.
3) Kauf einer Option
Der Kauf einer Option ist eine höchst volatile Anlage, und es besteht eine hohe
Wahrscheinlichkeit, dass die Option am Verfalltag wertlos ist. In diesem Fall hat der Anleger den
gesamten für die Zahlung der ursprünglichen Prämie und die Provisionen aufgewendeten Betrag
verloren. Nach dem Kauf einer Option kann der Anleger die Position bis zum Verfalltag halten
oder Gegengeschäfte tätigen oder, sollte es sich um Optionen des „amerikanischen“ Typs
handeln, diese vor dem Verfalltag ausüben.
Die Ausübung einer Option kann entweder den Barausgleich eines Differenzbetrags oder den
Kauf bzw. die Lieferung des Basiswertes mit sich bringen. Wenn die Option futures-Verträge zum
Gegenstand hat, so hat ihre Ausübung die Übernahme einer futures-Position und der damit
verbundenen Verpflichtungen zur Bereitstellung einer ausreichenden Margendeckung zur Folge.
4) Verkauf einer Option
Der Verkauf einer Option bringt im allgemeinen ein höheres Risiko mit sich als der Kauf.
Denn selbst wenn der Verkäufer für die Option einen festen Preis erhält, sind die Verluste, die
der Verkäufer der Option erleiden kann potentiell unbegrenzt.
Sollte der Marktwert des Basiswerts sich zu seinen Ungunsten entwickeln, so ist der Verkäufer
der Option verpflichtet, die Margendeckung anzupassen, um die Position halten zu können. Im
Falle einer verkauften „amerikanischen“ Option ist es jederzeit möglich, dass der Verkäufer das
Geschäft mittels Barausgleich oder Erwerb bzw. Lieferung des Basiswerts auszuführen hat.
Sollte die verkaufte Option futures-Verträge zum Gegenstand haben, so übernimmt der
Verkäufer eine futures-Position und unterliegt entsprechenden Verpflichtungen zur Anpassung
der Margendeckung.
Die Risikoexponierung des Verkäufers kann verringert werden, indem dieser hinsichtlich des
Basiswerts (Wertpapier, Index oder anderer) eine Position hält, die der mit der verkauften Option
verbundenen Position entspricht.
5) Kauf des Basiswerts bei Verkauf ohne Deckung
Der Verkäufer einer ungedeckten Call-Option ist zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses nicht im
Besitz des entsprechenden Basiswerts (Verkauf ohne Deckung).
Bei einer Option mit physischer Lieferung entspricht das Verlustrisiko für den Anleger der
Differenz zwischen dem Ausübungspreis, zu dem der Basiswert im Fall der Ausübung des
Optionsrechts geliefert wird, und dem Preis, den er für den Erwerb des Basiswerts bezahlen
muss. Bei einer Option mit Barausgleich entspricht das Verlustrisiko für den Anleger der
Differenz zwischen Ausübungspreis und Marktwert des Basiswerts.
Da der Markwert des Basiswerts den Ausübungspreis zum Zeitpunkt der Optionsausübung
erheblich übersteigen kann, ist es nicht möglich, das Verlustrisiko des Anlegers im Voraus zu
bestimmen; dieses ist zumindest theoretisch unbegrenzt.
Für die sogenannten „amerikanischen“ Optionen, welche jederzeit und damit auch zu einem für
den Verkäufer ungünstigen Zeitpunkt ausgeübt werden können, ist dieses Verlustrisiko höher.
Ein zusätzliches Risiko für den Anleger, der eine Option verkauft, besteht darin, dass er zum
Zeitpunkt der Optionsausübung aufgrund der Marktsituation möglicherweise nicht oder nur unter
sehr ungünstigen Bedingungen (insbesondere im Hinblick auf die Kosten) in der Lage ist, den
erforderlichen Basiswert seinerseits zu erwerben.
In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, dass der eventuelle Verlust die vom Anleger
hinterlegte Marge auch übersteigen kann.
6) Mit durch Einzelvereinbarung gehandelten Optionen (OTC) verbundene besondere
Risiken
Eine Position, die sich aus dem Kauf oder Verkauf einer OTC-Option ergibt, kann nur mit dem
Einverständnis der anderen Partei aufgelöst werden.
7) Mit Kombinationsgeschäften verbundene besondere Risiken
Es handelt sich dabei um den Abschluss von zwei oder mehr Optionsverträgen hinsichtlich
desselben Basiswerts, die sich in Bezug auf den Typ des Optionsrechts oder die Eigenschaften
der Option unterscheiden.
Wegen der Vielzahl möglicher Kombinationen ist es im Rahmen dieser Risikoaufklärung nicht
möglich, die Risiken jeder einzelnen Kombination zu beschreiben. Es obliegt also dem Anleger,
sich hinsichtlich der Risiken, die der von ihm ins Auge gefassten Kombination eigen sind, zu
informieren.
Es ist jedoch darauf hinzuweisen, dass bei jedem kombinierten Geschäft die Beseitigung einer
oder mehrerer Optionen zu einem bestimmten Zeitpunkt erhebliche Veränderungen in der
Risikoposition des Anlegers nach sich ziehen kann.
8) Mit „exotischen“ Optionen verbundene besondere Risiken
Für solche Optionen gelten zusätzliche Bedingungen und Vereinbarungen. Ihre
Zahlungsstrukturen können nicht durch Kombinationsgeschäfte realisiert werden.
Es kann sich um „maßgeschneiderte“ OTC-Optionen oder Optionsscheine handeln.
Das Spektrum möglicher exotischer Optionen ist unbegrenzt, so dass es unmöglich ist, im
Rahmen des vorliegenden Dokuments die Risiken hinsichtlich jeder einzelnen „exotischen“
Option zu beschreiben.
Jedoch bergen die normalerweise anzutreffenden „exotischen“ Optionen die folgenden
zusätzlichen Risiken im Vergleich zu klassischen Optionen.
(α) Pfadabhängige Optionen
Der Marktwert des Basiswertes ist nicht nur zum Zeitpunkt des Verfalls oder der Ausübung von
Bedeutung, sondern während der gesamten Laufzeit der Option. Der Anleger muss deshalb die
eventuellen Schwankungen des Basiswerts während der gesamten Laufzeit der Option in
Betracht ziehen, um seine Gewinnwahrscheinlichkeit oder sein Verlustrisiko zu beurteilen.
Barrier-Optionen
Die mit solchen Optionen verbundenen Rechte entstehen (knock-in options) bzw. erlöschen
(knock-out options) vollkommen und unwiderruflich, wenn innerhalb eines vorbestimmten
Zeitraums der Marktwert des Basiswerts eine festgelegte Grenze erreicht.
Payout-Optionen
Bei solchen Optionen erfolgt die Zahlung eines im Voraus festgelegten Fixbetrags:
o „Digital“-Optionen
Die Auszahlung erfolgt nur, wenn am Verfalltag der Marktwert des Basiswerts
den Ausübungspreis übersteigt (digital call) oder unterschreitet (digital put). In
diesem Fall schuldet der Verkäufer der Option den anfänglich festgelegten
Betrag, wenn die Option in-the-money ist.
o Lock-in-Optionen
Die Auszahlung erfolgt nur, wenn während der Laufzeit der Option oder eines
vorbestimmten Zeitraums innerhalb dieser Laufzeit der Marktwert des
Basiswerts ein vorher festgelegtes Niveau erreicht. Wenn also das festgelegte
Niveau erreicht wird, schuldet der Verkäufer den anfänglich festgelegten Betrag,
unabhängig von der weiteren Entwicklung des Kurses des Basiswerts.
o Lock-out-Optionen
Die Auszahlung erfolgt nur, wenn während der gesamten Laufzeit der Option
oder eines vorbestimmten Zeitraums im Rahmen dieser Laufzeit, der Marktwert
des Basiswerts nie ein oder mehrere anfänglich festgelegte Niveaus erreicht hat.
In einem solchen Fall, wenn das oder die festgelegten Niveaus erreicht werden,
verliert die Option ihre Gültigkeit und folglich jeden Wert, unabhängig von der
weiteren Entwicklung des Kurses des Basiswerts.
Asiatische Optionen
Bei solchen Optionen wird auf der Grundlage des Markwerts des Basiswerts während eines
vorbestimmten Zeitraums ein Durchschnittswert berechnet. Dieser Durchschnittswert dient zur
Ermittlung des Wertes des zu liefernden Basiswerts (average-rate option) oder zur Berechnung
des zu zahlenden Ausübungspreises (average-strike option). Der Bezug auf einen
Durchschnittswert kann dazu führen, dass:
- Average-rate option: der Wert der Option am Verfalltag für den
Käufer geringer und für den Verkäufer höher ist als die Differenz
zwischen Ausübungspreis und Marktwert des Basiswerts am
Verfalltag;
- Average-strike option: der Ausübungspreis einer Call-Option
höher ist als der anfänglich festgelegte Preis oder der
Ausübungspreis einer Put-Option niedriger ist als der anfänglich
festgelegte Preis.
Lookback-Optionen
Der Marktwert des Basiswerts wird während eines vorbestimmten Zeitraums periodisch ermittelt.
Bei einer strike-lookback-Option bestimmt der Tiefstwert (call) oder der Höchstwert (put) des
Basiswerts den Ausübungspreis.
Bei einer price-lookback-Option bleibt der Ausübungspreis unverändert, jedoch wird für die
Festlegung des Werts des Basiswerts dessen Höchstwert (call) bzw. dessen Tiefstwert (put)
verwendet.
Es besteht daher das Risiko, dass der ermittelte Ausübungspreis bzw. der ermittelte Wert des
Basiswertes von den Markwerten am Verfalltag abweichen. Deshalb muss der Verkäufer sich in
oben genannten Fällen darüber bewusst sein, dass die Abrechnung bzw. Ausübung des
Optionsrechts immer zum für ihn ungünstigsten Ausübungspreis bzw. Marktwert vorgenommen
wird.
„Eventuelle“ Optionen (contingent options)
Käufer solcher Optionen müssen die Prämie nur dann bezahlen, wenn der Marktwert des
Basiswerts während der Laufzeit der Option („amerikanische“ Option) oder am Verfalltag
(„europäische“ Option) den Ausübungspreis erreicht oder übersteigt.
Es besteht also das Risiko, dass die gesamte Prämie auch dann gezahlt werden muss, wenn die
Option nur gerade in-the-money oder at-the-money ist.
Cliquet- und Ladder-Optionen
o Cliquet-Option: der Ausübungspreis wird periodisch – im allgemeinen in
regelmäßigen Zeitabständen - für die folgende Periode dem Marktwert des
Basiswerts angepasst. Ein innerer Wert wird ggf. bestimmt und während der
Laufzeit der Option akkumuliert.
o Ladder-Option: in diesem Fall erfolgen die Anpassungen nicht periodisch,
sondern beim Erreichen bestimmter Marktwerte. In der Regel wird nur der
höchste Marktwert festgehalten.
Neben dem eventuellen inneren Wert der Option am Verfalltag hat der Verkäufer
einer cliquet-Option alle akkumulierten Marktwerte zu zahlen und der Verkäufer
einer ladder-Option den höchsten Marktwert. Der durch den Verkäufer zu
zahlende Betrag kann also am Verfalltag deutlich über dem inneren Wert der
Option liegen.
(β) Optionen auf mehrere Basiswerte
Spread- und Outperformance-Optionen
Beide Optionsformen beziehen sich auf zwei Basiswerte.
Bei der spread-Option ist der absolute Unterschied in der Entwicklung der Werte
der beiden Basiswerte für die Ermittlung des Optionswerts maßgebend.
Bei der outperformance-Option ist der relative Unterschied, d.h. die
Besserentwicklung des einen im Vergleich zum anderen Basiswert, für die
Ermittlung des Optionswerts maßgebend.
Es besteht das Risiko, dass trotz positiver Entwicklung der Marktwerte der
Basiswerte der Unterschied gleichbleibt oder sich sogar verringert und sich so
negativ auf den Optionswert auswirkt.
Compound-Optionen
Die Basiswerte solcher Optionen sind Optionen.
Solche Produkte bringen folglich besonders große Hebelwirkungen mit sich, die hohe finanzielle
Verpflichtungen nach sich ziehen können.
b) Termingeschäfte
Futures sind an einem geregelten Markt oder MTF gehandelte Verträge, die in Bezug auf die
Quantität des Basiswerts und den Endtermin der Transaktion standardisiert sind.
Termingeschäfte außerhalb eines geregelten Marktes oder MTF (over-the-counter, OTC) oder
„forward“-Geschäfte sind nicht an einem geregelten Markt oder MTF gehandelte Verträge, die
entweder standardisierte Angaben enthalten oder individuell zwischen Käufer und Verkäufer
vereinbart werden.
(i) Merkmale:
• Anfängliche erforderliche Margendeckung: unerheblich, ob es sich um einen Terminkauf
oder -verkauf eines Basiswertes handelt, wird bei der Schließung des Geschäftes eine
anfängliche Margendeckung (initial margin) festgelegt. Diese Deckung wird grundsätzlich in
Prozent des Vertragsgegenwertes ausgedrückt.
• Zusätzliche Margendeckung: während der gesamten Laufzeit des Vertrages wird periodisch
eine zusätzliche Margendeckung (variation margin) festgesetzt und vom Anleger verlangt.
Sie stellt den Buchgewinn oder Buchverlust dar, der sich aus der Veränderung des
Vertragswertes oder des Basiswertes ergibt. Die zusätzliche Deckung kann ein Vielfaches
der anfänglichen Deckung erreichen. Die Berechnungsmodalitäten der zusätzlichen Deckung
während der Laufzeit des Vertrages oder im Falle der Abwicklung hängen von den
Bestimmungen des geregelten Marktes oder MTF und den Vertragsvereinbarungen ab. Der
Anleger muss dem Verlangen der Investmentgesellschaft auf Bereitstellung einer
zusätzlichen Margendeckung unverzüglich nachkommen.
• Abwicklung: grundsätzlich kann der Anleger während der Laufzeit des Vertrages zu jedem
Zeitpunkt den Vertrag vor dem Endtermin auflösen oder abwickeln, entweder durch den
Verkauf des Vertrages oder durch den Abschluss eines gegenteiligen Vertrages hinsichtlich
der Lieferungs- bzw. Abnahmeverpflichtungen. Im letzteren Falle sind die Bedingungen des
gegenteiligen Vertrages so bestimmt, dass sich die aus den beiden Verträgen folgenden
Liefer- bzw. Abnahmeverpflichtungen gegenseitig neutralisieren.
Die Abwicklung beendet die vertraglich eingegangenen Risikopositionen: Die bis zur
Abwicklung aufgelaufenen Gewinne und Verluste werden realisiert.
• Ausführung: Verträge, die nicht vor dem Endtermin aufgelöst worden sind, müssen von den
Parteien erfüllt werden. Die Verträge, deren Basiswert aus Vermögensbestandteilen besteht,
können grundsätzlich sowohl durch die effektive Lieferung des Basiswerts, als auch durch
die Bar-Aufrechnung der beiden Leistungen erfüllt werden (auch wenn die erste Möglichkeit
praktisch bedeutsamer ist). Verträge, die als Basiswert einen Referenzzinssatz haben (mit
Ausnahme von Devisen), können hingegen nie durch die Lieferung dieses Basiswertes erfüllt
werden. Im Fall einer effektiven Lieferung des Basiswertes muss die vertragliche Leistung
vollständig erfüllt werden, während bei der Bar-Aufrechnung der beiden Leistungen nur der
Unterschied zwischen dem bei Vertragsschluss vereinbarten Preis und dem Marktpreis zum
Zeitpunkt der Vertragserfüllung zu zahlen ist.
Deshalb braucht der Anleger mehr Barmittel bei Verträgen, die eine effektive Lieferung des
Basiswertes vorsehen, als bei Verträgen mit Barzahlung.
(ii) Vorteile
Es besteht die Möglichkeit hoher Gewinne je nach Marktwert des Basiswerts des
Termingeschäfts, zumal anfänglich wenig Kapital investiert wird. Es besteht auch die Möglichkeit,
bereits bestehende Positionen zu sichern.
(iii) Risiken:
1) Veränderung des Vertragswertes oder des Basiswertes
Der Anleger geht ein Risiko ein, wenn die effektive Wertentwicklung des Vertrags oder des
Basiswerts nicht den von ihm zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses angestellten Prognosen
entspricht.
Wenn der Vertrags- oder Basiswert ansteigt, muss der Terminverkäufer trotzdem den Basiswert
zum anfänglich vereinbarten Preis liefern, der weit unter dem aktuellen Preis liegen kann. Das
Risiko für den Verkäufer besteht also in der Differenz zwischen dem bei Vertragsschluss
vereinbarten Preis und dem Marktpreis am Fälligkeitsdatum. Da der Marktwert theoretisch
unbegrenzt ansteigen kann, kann der Verkäufer auch unbegrenzt Verluste erleiden. Die Verluste
des Verkäufers können deutlich über der vereinbarten Margendeckung liegen.
Wenn der Basis- oder Vertragswert fällt, muss der Terminkäufer trotzdem den Basiswert zum
anfänglich vereinbarten Preis, der möglicherweise weit über dem aktuellen Marktpreis liegt,
abnehmen. Das Verlustrisiko für den Käufer besteht also im Unterschied zwischen dem bei
Vertragsschluss vereinbarten Preis und dem Marktpreis am Fälligkeitsdatum. Der Käufer kann
also maximal einen Verlust in Höhe des anfänglich vereinbarten Preises erleiden. Dieser Verlust
kann die vereinbarte Margendeckung deutlich übersteigen.
Die Transaktionen werden regelmäßig bewertet (mark-to-market) und der Anleger muss zu
jedem Zeitpunkt über eine genügende Margendeckung verfügen. Wenn die Margendeckung
während des Geschäfts unzulänglich wird, muss der Anleger innerhalb einer sehr kurzen Frist
zusätzliche Margendeckung verschaffen, da andernfalls das Geschäft vorzeitig und grundsätzlich
mit Verlust abgewickelt wird.
2) Schwierige oder unmögliche Abwicklung
Um zu starke Kursschwankungen zu vermeiden, kann ein geregelter Markt oder MTF Preislimits
für verschiedene Verträge festlegen. Der Anleger muss sich in einem solchen Fall bewusst sein,
dass, wenn das Limit einmal erreicht ist, die Auflösung des Vertrags schwierig oder sogar
vorübergehend unmöglich sein kann. Aus diesem Grunde sollte sich jeder Anleger vor Abschluss
eines Termingeschäfts über bestehende Preislimits informieren.
Es wird nicht immer möglich sein (abhängig von der Marktsituation und von den
Transaktionsbedingungen) Geschäfte einzugehen, die es erlauben, das Risiko einer laufenden
Transaktion zu beseitigen oder zu vermindern.
Verlustbegrenzende Transaktionen (stop-loss) können, wenn überhaupt möglich, auch nur
während den Öffnungszeiten der Investmentgesellschaft durchgeführt werden. Sie erlauben es
nicht, die Verluste auf den angegebenen Betrag zu beschränken, sondern werden ausgeführt,
sobald dieser Grenzbetrag erreicht wird, und wandeln sich dann in einen Auftrag, eine solche
Transaktion zu dem zum Ausführungszeitpunkt geltenden Marktpreis vorzunehmen.
3) Erwerb des Basiswertes bei Verkauf ohne Deckung
Bei Verkauf eines Basiswertes ohne Besitz desselben zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses
trägt der Verkäufer das zusätzliche Risiko, dass er den Basiswert später zu einem sehr
ungünstigen Marktpreis kaufen muss, um zum Fälligkeitstermin in der Lage zu sein, seine
vertragliche Verpflichtung zur effektiven Lieferung des Basiswerts zu erfüllen.
4) Mit durch Einzelvereinbarung geschlossenen Termingeschäften (OTC) verbundene
besondere Risiken
Der Markt für standardisierte OTC-Termingeschäfte ist grundsätzlich liquide und transparent.
Aus diesem Grund ist das Auflösen des Vertrags meist möglich. Es besteht kein Markt für OTCTermingeschäfte
mit spezifischen vertraglichen Vereinbarungen zwischen den
Geschäftspartnern. Eine Glattstellung ist hier nur möglich mit Zustimmung der anderen
Geschäftspartei.
5) Spezifische Risiken bei forward exchange-Produkten
Eine sogenannte forward exchange-Transaktion ermöglicht den Kauf oder den Verkauf einer
Devise zu einem zukünftigen Zeitpunkt zu einem Preis, der bei Vertragsabschluss festgelegt
wird.
Diese Art von Anlage ermöglicht die Ausschaltung des Währungsrisikos. Darüber hinaus ist zum
Zeitpunkt des Vertragsabschlusses keinerlei Prämie zu zahlen.
Das Hauptrisiko für den Anleger besteht in der Nichterzielung eines Gewinns, wenn die
Wechselkursentwicklung günstiger ist als die zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses
prognostizierte Wechselkursentwicklung.
6) Mit Kombinationsgeschäften verbundene besondere Risiken
Eine große Anzahl von Kombinationen ist möglich. Es ist deshalb nicht möglich, die mit jeder
einzelnen Kombination verbundenen Risiken im vorliegenden Dokument darzustellen. Es obliegt
daher dem Anleger, sich über die speziellen Risiken der ins Auge gefassten Kombination zu
informieren.
Im allgemeinen ist jedoch davon auszugehen, dass die mit solchen Geschäften verbundenen
Risiken im Laufe der Abwicklung der die Kombination bildenden Transaktionen variieren können.

G. Strukturierte Produkte oder EMTN

Strukturierte Produkte sind Kombinationen von zwei oder mehreren Finanzinstrumenten, die
zusammengefasst ein neues Anlageprodukt bilden. Mindestens eines dieser Finanzinstrumente
muss ein Derivat sein.
Die am häufigsten gehandelten strukturierten Produkte sind Produkte mit Kapitalschutz.
Solche Produkte können entweder an einem geregelten Markt oder MTF oder außerhalb eines
solchen gehandelt werden.
Aufgrund der Vielzahl von möglichen Kombinationen birgt jedes strukturierte Produkt insoweit
seine eigenen Risiken, als die Risiken, die mit den einzelnen Finanzinstrumenten, aus denen es
sich zusammensetzt, verbunden sind, aufgrund der Kombination vermindert, eliminiert oder
verstärkt werden. Es obliegt deshalb dem Anleger, sich hinsichtlich der jedem strukturierten
Produkt eigenen Risiken zu erkundigen. Solche Informationen ergeben sich beispielsweise aus
der Produktbeschreibung in den gewerblichen Broschüren oder form sheets.
a) Strukturierte Produkte mit Kapitalschutz (z.B. GROL, PIP, PEP, GRIP)
(i) Merkmale:
• Zwei Komponenten: Solche Produkte bestehen oft aus zwei Komponenten: einer
festverzinslichen Anlage (z.B. Anleihen, Geldmarktanlagen) und einer Option oder
Kombination von Optionen. Dies ermöglicht dem Anleger, von der Wertentwicklung eines
oder mehrerer Basiswerte zu profitieren und gleichzeitig das Verlustrisiko zu begrenzen.
Der Kapitalschutzanteil kann ggf. nur einen Teil der investierten Vermögenswerte decken.
Des Weiteren können Partizipations- und Kapitalschutzanteil voneinander getrennt werden,
um die einzelnen Komponenten unabhängig voneinander zu halten oder sogar getrennt
veräußern zu können.
• Kapital: ganz oder teilweise garantiert (am Ende der Laufzeit). Der Kapitalschutzanteil
bestimmt den Teil des Nennwerts des Produkts, der dem Anleger am Ende der Laufzeit
ausbezahlt wird, unabhängig von der Entwicklung des Partizipationsanteils;
• Ertrag: Die Optionskomponente oder die Komponente der Direktanlage in riskante
Basiswertaktiva bestimmt wie und in welchem Masse der Anleger von der Wertentwicklung
der Basiswerte profitieren kann. Diese Komponente legt also das über den Kapitalschutz
hinausgehende Gewinnpotenzial fest.
• Flexibilität: Die Produkte können den Bedürfnissen jedes einzelnen Kunden und jeder Art
von Basiswert angepasst werden.
(ii) Vorteile:
Es ist möglich, in einen Markt zu investieren und dabei das bei einer Direktanlage in diesem
Markt bestehende Risiko eines Kapitalverlusts zu verringern. Die Erträge können bei einem
gleichwertigen Schutzniveau über denen von Geldmarktanlagen oder Obligationen liegen.
(iii) Risiken:
1) Risiken hinsichtlich des Kapitalschutzanteils
Der Kapitalschutz hängt vom Nennwert des Produkts ab, nicht von dem Emissionspreis oder
dem Sekundärmarktkaufpreis. Die Garantie zugunsten des Anlegers besteht also nur bis zum
Nennwert des Produkts, so dass Kapitalschutz nicht notwendigerweise Rückzahlung von 100%
des angelegten Kapitals bedeutet. Übersteigt folglich der Kauf- oder Emissionspreis den
Nennwert, verringert sich der Schutz entsprechend. Liegt umgekehrt der Kauf- oder
Emissionspreis unter dem Nennwert, insbesondere bei Zeichnung zu einem vom Nennwert
abweichenden Preis oder infolge einer nach der Erstemission erfolgten Transaktion, erhöht sich
der Schutz. Die Güte der Garantie hängt von der Güte ihres Emittenten ab. Das Kapital ist also
nur garantiert, wenn der Emittent der Garantie auch in der Lage ist, seinen Verpflichtungen
nachzukommen.
Das maximale Verlustrisiko beschränkt sich also auf die Differenz zwischen Kaufpreis und
Kapitalschutz am Ende der Laufzeit. Während der Laufzeit kann der Preis des Produkts jedoch
unter den Betrag des Kapitalschutzes fallen, was das Verlustrisiko bei einem Verkauf vor Ende
der Laufzeit entsprechend erhöht. Der Kapitalschutz ist nur garantiert, wenn der Anleger das
strukturierte Produkt behält, bis es zur Rückzahlung fällig wird, nicht jedoch wenn eine vorzeitige
Rückzahlung verlangt wird.
Wenn das Kapital nicht zu 100% garantiert ist, wird der Anleger die ursprünglich angelegten
Betrage am Ende der Laufzeit nicht vollständig zurückerhalten.
2) Risiken hinsichtlich der Optionskomponente / Direktanlagekomponente
Je nach Kursentwicklung auf den Finanzmärkten kann diese Komponente am Ende der Laufzeit
wertlos sein. Die Risiken dieser Komponente entsprechen jenen der verwendeten Optionen bzw.
Optionenkombinationen oder Direktanlagen.
Im Ausgleich für die Kapitalgarantie ist es möglich, dass der Anleger einen geringeren Ertrag
erhält als den, den er erhalten hätte, wenn er direkt in den Basiswert investiert hätte.
3) Liquiditätsrisiko
Die Liquidität der Anlage ist grundsätzlich nur oberhalb eines bestimmten Betrags sichergestellt,
meist mittels einer spread Bid/Offer und/oder einer Vertragsstrafe wegen Abzugs der Anlage vor
Ende der Laufzeit.
b) Der besondere Fall der strukturierten Produkte ohne Kapitalschutz – convertible
reverse oder discount certificate
(i) Merkmale:
• Terminprodukt: der Anleger erhält einen Zinsschein mit garantiertem Ertrag in einer
bestimmten Währung, akzeptiert jedoch ein Risiko hinsichtlich seines Kapitals am Ende
der Laufzeit;
• Basiswert: Aktien, Indexe, Körbe, usw.;
• Kapital: bleibt erhalten, wenn der Marktwert des Basiswerts am Verfalltag nicht unter
dem Ausübungspreis liegt;
• Rückzahlung: in bar oder durch Lieferung des Basiswerts, zu einem vorbestimmten
Ausübungspreis, wenn dieser Preis gefallen oder gestiegen ist. Wenn der Wert des
Basiswerts am Verfalltag über dem Ausübungspreis liegt, erhält der Anleger den durch
den Zinsschein garantierten Ertrag sowie 100% des anfänglich investierten Kapitals (in
bar). Wenn der Wert des Basiswerts unter dem Ausübungspreis liegt, erhält der Anleger
den durch den Zinsschein garantierten Ertrag sowie den Basiswert zum Ausübungspreis;
• Flexibilität: die Produkte können jeder Art von Basiswert angepasst werden;
• Discount certificate: in diesem Falle erhält der Anleger den Zinsschein erst am Verfalltag,
jedoch kauft er das Produkt ursprünglich zu einem reduzierten Preis.
(ii) Vorteile:
Die Einkünfte sind höher als bei Anlagen in Geldmarktprodukte.
Es handelt sich grundsätzlich um kurzfristige Anlagen, so dass es einfacher ist, die potentiellen
Einkünfte zu bewerten.
(iii) Risiken:
1) Risiken im Hinblick auf das Kapital
Der Kapitalschutz ist nicht gewährleistet, wenn der Anleger am Verfalltag den Basiswert anstelle
des investierten Kapitals erhält.
Das diesbezügliche Risiko ist eng mit der Entwicklung des Marktwerts des Basiswerts
verbunden.
2) Liquiditätsrisiko
Die Liquidität der Anlage ist grundsätzlich nur oberhalb eines bestimmten Betrags gewährleistet.
3) Währungsrisiko
Bei Produkten, die auf eine andere Währung als die des Basiswerts lauten, ist der Anleger einem
zusätzlichen Währungsrisiko ausgesetzt.
c) Der besondere Fall von bestimmten Kreditderivaten
Credit linked notes („CLN“)
(i) Merkmale:
Eine Anlage in eine CLN ist vergleichbar mit einer direkten Anlage in eine floating rate note
desselben Emittenten.
(ii) Risiken:
1) Doppeltes Risiko
Ein CLN-Anleger trägt sowohl das Kreditrisiko des CLN-Emittenten wie auch das des
zugrundeliegenden Kreditreferenzschuldners. Im Falle eines Kreditereignisses erhält der Anleger
entweder ein Schuldinstrument (d.h., eine Anleihe oder ein Darlehen), emittiert oder garantiert
durch den betreffenden Kreditreferenzschuldner, oder einen Barausgleichsbetrag, der an den
Marktpreis eines solchen Schuldinstruments nach dem betreffenden Kreditereignis geknüpft ist.
2) Durch den Begriff des Kreditereignisses erhöhtes Risiko
Der Begriff „Kreditereignis“ wird in weiterem Sinn als nur ein Anleihenausfall des betreffenden
Referenzschuldners definiert. Er kann zum Beispiel eine Verlängerung des Rückzahlungsdatums
eines Darlehens oder einen Rückgang des Zinssatzes für ein solches Darlehen beinhalten. Der
Halter einer CLN kann daher infolge eines Kreditereignisses einen Verlust erleiden, auch wenn
kein traditioneller Anleihenausfall eingetreten ist. Das bedeutet, dass die Wahrscheinlichkeit
eines Kreditereignisses höher ist als die eines Anleihenausfalls.
3) Ausmaß des Verlustrisikos
Ein Kreditereignis kann dazu führen, dass eine CLN einen größeren Verlust erleidet als Anleihen
desselben Emittenten, da der Emittent der CLN normalerweise eine größere Auswahl an
Schuldinstrumenten hat, die bei einem Ausfall abgegeben werden können, und sich für das
Schuldinstrument mit dem niedrigsten Preis entscheiden kann. Dieses Risiko wird in manchen
Strukturen über vordefinierte Wiedergewinnungsraten gemildert, die z.B. den Verlust im Falle
eines Kreditereignisses im Voraus festlegen.
Ebenso kann ein höherer Verlust entstehen, wenn eine Anleihe oder ein Darlehen mit einem
späteren Fälligkeitsdatum als dem der CLN selbst geliefert oder bewertet wird. Grosse Rating-
Agenturen sind sich jedoch dieser beiden Eigenschaften bewusst und berücksichtigen sie in
ihren CLN-Ratings.
Collateralised debt obligations („CDO“)
(i) Merkmale:
CDO sind ebenfalls strukturierte Produkte, die auf einem zugrunde liegenden Korb oder Portfolio
von Kreditwerten basieren, bei denen es sich um Anleihen, Darlehen und/oder credit default
swaps handeln kann.
Die CDO ist normalerweise in mehrere Tranchen unterteilt, die jeweils ein unterschiedliches
Risiko für den zugrunde liegenden Korb der Kreditwerte bieten. Allgemein ist die rangjüngste
Tranche eine Aktientranche, und jeder folgenden Tranche entspricht dann ein höherer Rang und
ein höheres Kreditrating.
(ii) Vorteile:
Diese synthetischen Strukturen ermöglichen die Anlage in zugrunde liegende Kredite, die über
Direktinvestitionen in Obligationen nicht immer verfügbar sind.
(iii) Risiken:
1) Risiko in Verbindung mit dem Tranchensystem
Verluste auf das Portfolio werden erst durch die Halter der Aktientranche und anschließend
durch die Halter der verschiedenen Tranchen in der entsprechenden Rangfolge getragen. Der
Halter einer ranghöheren Tranche erleidet durch das betreffende Kreditereignis nur dann einen
Verlust, wenn das gesamte Aktienkapital und das Kapital der rangjüngeren Tranchen verloren
gegangen ist. Also genießen Nichtaktien-Tranchen einen gewissen Schutz gegen Kreditverluste,
während die Aktientranche und die rangjüngeren Tranchen eine erhöhte Exponierung gegenüber
den Schwankungen des zugrunde liegenden Kreditportfolios aufweisen.
Kreditereignisse, die einen kleinen Teil des zugrunde liegenden Portfolios betreffen, können zu
einem erheblichen oder vollständigen Verlust des in die Aktientranche und die rangjüngeren
Tranchen investierten Kapitals führen.
2) Mit der langfristigen Anlageform des Produkts verbundenes Risiko
Der Wert eines Kreditderivats kann vor Fälligkeit infolge von Faktoren wie dem Eintreten des
Kreditereignisses und der Veränderung des Kreditspreads im Portfolio stark variieren.
Wie jedes Schuldinstrument kann das ursprüngliche Rating eines Kreditderivats hoch- oder
zurückgestuft werden. Ein Kreditrating eines bestimmten Instruments spiegelt das (langfristige)
Ausfallrisiko dieses Instruments bis zu seiner Fälligkeit wider, nicht das kurzfristige Marktrisiko.
Anleger, die Kreditderivate wählen, sollten allgemein eine langfristige Anlagepolitik verfolgen und
in der Lage sein, die Instrumente bis zur Fälligkeit zu halten.
3) Mit niedriger Liquidität verbundenes Risiko
Kreditderivate sind selten liquide, auch wenn ein Sekundärmarkt existieren mag.

H. Synthetische Produkte

Synthetische Produkte – im Wesentlichen Stillhaltergeschäfte und Zertifikate – zeichnen sich
dadurch aus, dass sie gleiche oder ähnliche Gewinn- und Verluststrukturen aufweisen wie
bestimmte Finanzinstrumente herkömmlicher Art (Aktien oder Obligationen). Synthetische
Produkte ergeben sich aus einer Kombination von zwei oder mehr Finanzinstrumenten in einem
einzigen Produkt. Ein typisches Beispiel dafür sind Basket-Zertifikate, die eine bestimmte
Auswahl und Anzahl von Aktien umfassen.
Synthetische Produkte werden entweder an einem geregelten Markt oder MTF oder außerhalb
eines solchen gehandelt.
Aufgrund der zahlreichen möglichen Zusammensetzungen birgt jedes synthetische Produkt
seine eigenen Risiken. Es ist jedoch grundsätzlich zu beachten, dass die mit synthetischen
Produkten verbundenen Risiken nicht unbedingt mit den Risiken der darin zusammengefassten
Finanzinstrumente übereinstimmen müssen. Es ist deshalb sehr wichtig, sich vor dem Erwerb
eines solchen Produkts genau über diese Risiken zu informieren, z.B. durch Konsultieren der
diesbezüglichen Produktbeschreibung.
Stillhaltergeschäfte ( z.B. BLOC warrants, DOCU, GOAL’s)
(i) Merkmale:
• Begrenzter Verlust: Bei Kauf eines Stillhaltergeschäfts erwirbt der Anleger einen
Basiswert (Aktie, Obligation oder Devise) und zeichnet gleichzeitig eine auf den gleichen
Wert lautende Call-Option. Im Gegenzug erhält der Anleger eine Prämie. Diese
vermindert seine Verluste im Falle eines Kursverfalls des Basiswerts.
• Begrenzte Gewinnchancen: Das mit der Wertsteigerung des Basiswerts verbundene
Gewinnpotential ist auf den Ausübungspreis der Option begrenzt.
• Garantie: Der Anleger muss bei klassischen Stillhaltergeschäften den Basiswert als
Garantie hinterlegen und wird so zu einem Stillhalter.
• Synthetisches Stillhaltergeschäft: Diese Art von Anlage basiert auf der Idee der
Vervielfältigung oder Wiederholung von klassischen Stillhaltergeschäften. Diese
Vervielfältigung erfolgt jedoch im Rahmen einer einzigen Transaktion. Sowohl der
Erwerb des Basiswerts als auch die Emission der Call-Option erfolgen synthetisch
mittels Derivaten. Der Kaufpreis eines solchen Produkts entspricht dem Preis des
Basiswerts abzüglich der erhaltenen Prämie für den Verkauf der Call-Option. Das
Produkt wird also zu einem günstigeren Preis verkauft als der Basiswert.
• Ausführung: am Verfalltag wird der Vertrag durch eine Barzahlung oder durch die
physische Lieferung des Basiswerts ausgeführt. Wenn der Kurs des Basiswerts über
dem Ausübungspreis liegt erhält der Anleger einen bestimmten Geldbetrag. Wenn er
dagegen unter dem Ausübungspreis liegt, wird der Basiswert dem Anleger physisch
geliefert.
(ii) Vorteile:
Durch den Verkauf einer Call-Option (klassisches Stillhaltergeschäft) oder dank des im Preis des
Produktes verrechneten Erlöses aus dem Verkauf der Call-Option (synthetisches
Stillhaltergeschäft) zieht ein Kursverfall des Basiswertes einen geringeren Verlust nach sich, als
dies im Rahmen einer Direktanlage in den Basiswert der Fall wäre.
(iii) Risiken:
Anders als strukturierte Produkte mit Kapitalschutz bieten synthetische Stillhaltergeschäfte
keinerlei Schutz gegen einen Wertverlust des Basiswerts.
Steigt der Preis des Basiswerts und liegt er am Verfalltag über dem Ausübungspreis der Option,
so erhält der Anleger den anfänglich festgelegten Preis in Form einer Barzahlung. Erreicht der
Wert des Basiswerts am Verfalltag nicht den vom Anleger zum Zeitpunkt des Erwerbs des
Produkts vorhergesehen Wert, kann der Ertrag des Produkts unter dem Ertrag einer Anlage auf
dem Geldmarkt mit gleicher Laufzeit liegen.
Entspricht der Preis des Basiswerts am Verfalltag dem Ausübungspreis der Option oder liegt er
unter diesem Preis, so erhält der Anleger den Basiswert. Der potentielle Verlust, den der Anleger
dadurch erleiden kann, hängt also von einem eventuellen Fall des Marktwerts des Basiswerts vor
dem Verfalltag ab. Das Verlustrisiko ist deshalb unbegrenzt, wie wenn der Anleger direkt in den
Basiswert investiert hätte.
Jedoch werden die Folgen eines eventuellen Wertverlusts des Basiswerts durch die
Optionsprämie gemindert.
Zertifikate/EMTN (z.B. PERLES)
(i) Merkmale:
• Streuung: ein Zertifikat erlaubt dem Anleger, eine Forderung zu erwerben, die auf
mehreren Basiswerten beruht oder deren Wert sich aus mehreren Indikatoren
zusammensetzt.
• Einige geläufige Zertifikate:
- Index-Zertifikate: spiegeln einen Gesamtmarkt wider und basieren auf einem offiziellen
Index (z.B. DAX, CAC, usw.);
- Regionen-Zertifikate: setzen sich aus Indizes oder Gesellschaften einer bestimmten
Region zusammen(z.B. Osteuropa, pazifischer Raum, usw.);
- Basket-Zertifikate: setzen sich aus einer Auswahl nationaler oder internationaler
Gesellschaften derselben Branche (z.B. Biotechnologie, Telekom, usw.), Indizes,
Obligationen oder anderen Basiswerten zusammen.
• Garantie: Diese Zertifikate sind garantiert.
• Laufzeit und Handelbarkeit: Die Laufzeit dieser Zertifikate ist im allgemeinen auf ein bis
drei Jahre festgelegt. Jedoch sind diese Zertifikate jederzeit handelbar.
• Begrenzte Laufzeit: Zertifikate sind verbrieft und haben eine begrenzte Laufzeit;
• Anlegerrechte: Bezüglich der Basiswerte bestehen weder Stimmrechte noch ein Recht
auf Dividenden oder Zinsen.
• Rückzahlung: Die Rückzahlung erfolgt am Verfalltag und umfasst:
- einen bestimmten Betrag pro Indexpunkt im Falle eines Index-Zertifikats;
- die Differenz zwischen dem Marktwert am Verfalltag und dem Ausübungspreis im Falle
eines Regionen- oder Basket-Zertifikats.
(ii) Vorteile:
Auch bei geringer Kapitalaufwendung kann die Anlage auf mehrere Anlageinstrumente oder
Risikofaktoren verteilt und das Risiko so vermindert werden.
Diese Art von Produkt birgt das gleiche Gewinn bzw. Verlustpotential wie eine vergleichbare
Direktanlage in die Basiswerte. Durch die Streuung des Index ist es jedoch möglich, die
spezifischen Risiken hinsichtlich der Unternehmen, aus denen sich der Index zusammensetzt, zu
begrenzen oder gar zu beseitigen und so das Risiko eines vollständigen Verlusts der Anlage zu
begrenzen.
Es handelt sich grundsätzlich um preisgünstige Produkte (insbesondere aufgrund der Tatsache,
dass diese Produkte kein Anrecht auf Dividenden/Zinsen geben und nicht mit Stimmrechten
ausgestattet sind).
(iii) Risiken:
1) Risikoverschiebung
Anlagen in Index-, Regionen- oder Basket-Zertifikate bergen die gleichen Verlustrisiken wie
Direktanlagen in die betreffenden Aktien. Jedoch erlauben sie die Verteilung dieser Risiken.
Diese verschwinden jedoch nicht vollständig und können sich auf den Markt oder die Branche
übertragen, auf die sich das Zertifikat bezieht.
2) Fehlen bestimmter Rechte
Anders als bei Direktanlagen hat der Anleger keine Stimmrechte und erhält keine Dividende oder
Zinsen in Bezug auf die Basiswerte.
Ein Sinken des Kurses des Zertifikatwerts kann deshalb nicht durch Dividenden- oder
Zinserträge ausgeglichen werden.
3) Risiko in Verbindung mit dem Emittenten
Neben dem Bonitätsrisiko hinsichtlich der Gesellschaften, aus denen sich der Basiswert des
Zertifikats zusammensetzt, trägt der Anleger auch das Risiko hinsichtlich des Emittenten, d.h.
das Delkredere-Risiko der Investmentgesellschaft, die die Zertifikate emittiert.
4) Risiko der Hebelwirkung
Die Hebelwirkung des Zertifikats reagiert grundsätzlich verhältnismäßig stärker auf
Kursschwankungen der Basiswerte und bietet so während der Laufzeit des Zertifikats höhere
Gewinnchancen, birgt aber gleichzeitig auch größere Verlustrisiken. Das Risiko in Verbindung
mit dem Kauf eines Zertifikats erhöht sich mit der Hebelwirkung, die letzteres mit sich bringt.
Solche Zertifikate weisen grundsätzlich eine höhere Volatilität auf als klassische Zertifikate und
können schnell vollständig ihren Wert verlieren.

I. „Alternative“ Vermögensanlagen und „Off Shore“-Fonds

(i) Merkmale:
• „Alternative Vermögensanlage“: Unter diesem Begriff versteht man Anlagen in einen
inländischen oder ausländischen Investmentfonds, die sich durch die Art der durch
besagten Fonds vorgenommenen Investitionen von den üblichen Anlagen unterscheiden.
Die bekanntesten Formen von „alternativen“ Vermögensanlagen sind z.B. die "hedge
funds", deren Anlagestrategie meist Verkäufe ohne Deckung, Käufe mit Hebelwirkung oder
Derivate umfasst.
Engagements in "private equity funds" (venture capital, Finanzierung von
Gesellschaftskäufen) gehören auch zu dieser Kategorie.
Im Rahmen einer alternativen Anlage können die Vermögenswerte auch direkt in
Finanzinstrumente (Aktien, festverzinsliche oder variabel verzinsliche Obligationen, zero
coupon bonds, Wandelanleihen, Geldmarktinstrumente) investiert werden. Die Wahl des
Finanzinstruments ist weder begrenzt auf industrieller, sektorieller oder geographischer
Ebene noch in Bezug auf die Arten von Werten und Finanzinstrumenten noch in Bezug auf
die Währungen, in denen sie ausgedrückt sind.
Im Allgemeinen vergleicht die alternative Anlage ihre Performance nicht mit einem Index
oder einem Referenzwert (Benchmark): Ihr Ziel ist vielmehr eine absolute (positive)
Performance. Die alternative Anlage beruht auf einer großen Auswahl an Anlagestrategien,
deren Klassifizierung mit Elementen subjektiver Einschätzung behaftet ist. Darüber hinaus
vereinigen zahlreiche Fonds mehrere Anlagestrategien in ihrer täglichen
Vermögensverwaltung oder praktizieren Verwaltungsmethoden, deren Charakteristika
mehreren der unten beschriebenen verbreiteten Anlagestrategien zuzuordnen sind. Jede
dieser Strategien steht für ein eigenes Ertrags-, Risiko- und Korrelations- (d.h. Marktrisiko-)
Profil.
• Hedge funds können die Produkte und Märkte (einschließlich Emerging Markets), in die sie
investieren wollen, und ihre Handelsmethoden nach Belieben wählen. Solche Fonds legen
generell, hinsichtlich der Anleger, hohe Mindestanlagebeträge fest. Die Vergütung der
Verwalter solcher Fonds ist oft an die Wertentwicklung des Fonds gekoppelt.
Ihre Basisstrategie zielt darauf ab, das Risiko einer Long-Position in einem Portfolio durch
den Short-Verkauf anderer Finanzinstrumente zu vermindern. Nach Verringerung ihrer
Exposition gegenüber dem Marktrisiko auf diese Weise nutzen sie den Hebeleffekt zur
Ertragssteigerung. Sie kaufen häufig als unterbewertet eingestufte Finanzinstrumente
(long) und verkaufen Positionen, die als weniger gut eingestuft wurden (short). Der Short-
Anteil kann sich auch aus Index-Positionen zusammensetzen.
Im Einzelnen lassen sich folgende Fonds-Kategorien unterscheiden:
- long / short Aktien oder Obligationen: es handelt sich um die Anlagestrategie in
Reinform, wie oben beschrieben. Das „stock picking“ ist die Hauptquelle der
Wertentwicklung für diese Art von Fonds. Es ist im Allgemeinen das Ergebnis
einer Analyse der wesentlichen Fundamente.
- Auf aggressives Wachstum setzende Fonds investieren in Aktien, in denen das
Potenzial zur Beschleunigung des Ertragswachstums gesehen wird. Hieraus
folgt ein häufiger Rückgriff auf die sog. small caps. Oftmals fallen in einem
bestimmten Sektor (z.B. Technologien, Medien, Telekommunikation)
spezialisierte Fonds in diese Kategorie.
- Die Value-Fonds investieren in Finanzinstrumente, die als – aus verschiedenen
Gründen – stark unterbewertet eingeschätzt werden.
- Die als market neutrals bezeichneten Fonds investieren in gleichmäßiger Weise
in longs und in shorts mit dem Ziel, das Marktrisiko zu minimieren. Diese
Strategie stützt sich in großem Umfang auf eine gute Analyse der wesentlichen
Fundamente und auf „stock picking“, jedoch vor allem auf eine vertiefte
Risikoanalyse. Im Allgemeinen besteht der Short-Anteil im Wesentlichen aus
Aktienpositionen.
- Die als short sellers bezeichneten Fonds praktizieren ausschließlich den Short-
Verkauf. Sie suchen als überbewertet angesehene Finanzinstrumente, denen
man einen Wertverlust vorhersagt. Ihr Hauptauswahlkriterium ist die
Verschlechterung der Situation des Emittenten.
• Event-driven funds: diese Fonds versuchen, von besonderen Ereignissen zu profitieren, die
im Verlauf des Bestehens eines Unternehmens eintreten: Umstrukturierung,
Zusammenschluss, spin off. Diese Art von Strategie wird im Allgemeinen von
Markttendenzen wenig beeinflusst. Folgende Kategorien lassen sich unterscheiden:
- Die Fonds mit opportunistischer Strategie profitieren von IPOs,
Übernahmeangeboten, überraschenden Erträgen und anderen punktuellen
Ereignissen, die den Emittenten betreffen.
- Die Fonds von „distressed securities“ investieren insbesondere in Obligationen
und Investmentgesellschaftforderungen, die stark unterbewertet sind infolge von
Insolvenz oder eines Sanierungsplans. Diese Art von Strategie wird vor allem in
den USA verwendet, wo eine diesbezüglich günstige Gesetzgebung existiert.
• Arbitrage funds: diese Fonds nutzen die Unvollkommenheiten des Marktes, um einen
Ertrag zu erzielen. Sie versuchen, diejenigen Preis- oder Ertragsunterschiede zu
identifizieren, die nicht durch die wirtschaftliche Situation des Emittenten gerechtfertigt sind.
Sie treten in den Markt ein, wenn sie eine hohe Wahrscheinlichkeit feststellen, dass solche
Anomalien verschwinden werden. Sie werden teilweise auch mit dem englischen Begriff
„relative value funds“ versehen. Folgende Strömungen lassen sich unterscheiden:
- Fixed income arbitrage: Der Fonds nutzt die Preisanomalien auf den
Bondmärkten;
- Convertible bond arbitrage: Die Arbitrage durch den Fonds findet zwischen
Wandelanleihen, im Allgemeinen long, und Aktien, im Allgemeinen short, statt.
- Mortgage backed securities: Der Fonds profitiert von den Anomalien auf den
Märkten für durch Grundpfandrechte besicherte Titel (sowie die Derivate
hiervon).
- Merger arbitrage: Der Fonds konzentriert sich auf Übernahmeangebote und
Zusammenschlüsse.
• Traders / CTA (commodity trading advisors): Sie übernehmen auf den Märkten (Aktien,
Obligationen, Futures, Rohstoffe etc.) Long- sowie Short-Positionen, jeweils mit einem
bedeutenden Hebeleffekt. Im Allgemeinen übernehmen diese Fonds nicht im Voraus
langfristige Positionen. Sie versuchen, kurzfristige exzessive Preisschwankungen zu nutzen
oder sogar gewissen Tendenzen zu folgen (trend followers). Ihre Korrelation mit den
Aktien- und Bondmärkten ist gering. Daher
- investieren die systematischen Fonds nach einem EDV-basierten und
quantitativen Modell;
- stützen sich die diskretionären Fonds eher auf eine Analyse der wesentlichen
Fundamente des Markts.
• Macro players: Hier handelt es sich um Fonds, die versuchen, die großen
makroökonomischen Tendenzen zu antizipieren. Sie folgen einer opportunistischen
Strategie. Sie stützen sich auf eine grundlegende makroökonomische Analyse und rechnen
mit Marktreaktionen auf wirtschaftspolitische Änderungen (Zinssatz, Devisenbewegungen
etc.). Sie investieren in alle Arten von finanziellen Aktiva und auf allen Märkten, je nach den
sich bietenden Gelegenheiten, und nutzen ebenfalls den Hebeleffekt.
• Special situation funds: Diese Fonds profitieren von ganz besonderen Situationen und
gehen teilweise so weit, dass sie das Ereignis selbst „schaffen“, indem sie beispielsweise
die Geschäftsleitung einer Gesellschaft dazu zwingen, ihre Strategie zu ändern. Man
spricht auch von niche players. Es handelt sich beispielsweise um:
- opportunistische Fonds, die über keine festgelegte Strategie verfügen und
einfach die Ertragsgelegenheiten nutzen, die sie entdecken;
- Fonds von Fonds, d.h. Fonds, die in andere zur alternativen Anlage gehörende
Fonds investieren, welche in einem oder mehreren der oben beschriebenen
Segmente aktiv sind. Die Gesamtheit dieser Strategien kann – in gleichem
Masse wie im Rahmen der traditionellen Fonds – auch den Gegenstand einer
geographischen und sektoriellen Klassifizierung bilden.
• Der Begriff „Off Shore“-Fonds: bezeichnet Investmentfonds, die sich in Offshore-Zentren
befinden, wie z.B. die Bahamas, die Bermudas, die Kaimaninseln, Panama oder die
niederländischen Antillen.
Jeder Fonds birgt eigene Risiken, so dass es nicht möglich ist, im Rahmen dieser
Risikoaufklärung die mit Anlagen in solche Produkte verbundenen Risiken abschließend
darzustellen. Es erfolgen deshalb nur einige Hinweise. Der Anleger sollte sich im Einzelfall vor
einer Anlage in solche Produkte genau erkundigen, z.B. durch Konsultieren des Fondsprospekts.
(ii) Vorteile:
Die Gewinnaussichten sind grundsätzlich attraktiv im Hinblick auf das zu tragende Risiko
(Volatilitätsrisiko).
(iii) Risiken:
1) Hebelwirkung
In dieser Sparte können die Anlagestrategien hohe Risiken mit sich bringen. Durch Einsatz des
Hebeleffektes kann z.B. eine sehr geringe Marktschwankung zu hohen Gewinnen oder Verlusten
führen. In bestimmten Fällen kann so die gesamte Investition verloren gehen.
2) Fehlende Transparenz
Der Nettoinventarwert solcher Anlageinstrumente ist zu dem Zeitpunkt, in dem sich ein Anleger
für die Vornahme oder Abwicklung einer solchen Anlage entscheidet, normalerweise nicht
bekannt. Dies ist darauf zurückzuführen, dass der Anlage bzw. Abwicklung in der Regel eine
Ankündigungsfrist vorausgehen muss. Der Nettoinventarwert kann daher erst berechnet werden,
nachdem die Anlage vorgenommen bzw. abgewickelt wurde.
Des Weiteren verfügt der „Alternativanleger“ oft nur über sehr wenige Informationen. Den
manchmal sehr komplizierten Anlagestrategien der Investmentfonds fehlt häufig eine
ausreichende Transparenz für den Anleger. Strategieänderungen, die zu einer großen
Steigerung der Risiken für den Anleger führen können werden durch diesen oft falsch verstanden
oder sogar total unterschätzt.
3) Potentiell begrenzte Liquidität
"Alternative" Vermögensanlagen können sehr verschiedene Liquiditätsgrade haben. Die
Liquidität kann sehr begrenzt sein.
Für die meisten solcher Anlagen gilt entweder eine sogenannte „lock-up“-Periode oder es wird
eine Vertragsstrafe erhoben, wenn Anlagen vor einem bestimmten Zeitpunkt abgewickelt
werden. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die durch solche Instrumente verbrieften Anlagen
aufgrund ihrer eher langfristigen Ausrichtung vergleichsweise wenig liquide sind.
Viele der im alternativen Anlagesektor verwendeten Anlagemethoden betreffen darüber hinaus
entweder Anlagen in illiquide Finanzinstrumente oder Anlagen in Instrumente, die hinsichtlich
ihrer Übertragung oder anderweitig rechtlichen Beschränkungen unterliegen. Es ist daher
möglich, dass der Verkauf einer alternativen Anlage daher nur periodisch oder zu bestimmten
Terminen nach einer Kündigungsfrist von mehreren Wochen erlaubt ist, beispielsweise vier Mal
jährlich zu bestimmten Terminen. Der Verkaufserlös kann aufgrund einer Spanne zwischen
Angebot- und Nachfragekurs von dem Nettoinventarwert des Instruments abweichen.
In Bezug auf „hedge funds“ sind Rückkäufe von Anteilen nur monatlich, vierteljährlich oder
einmal pro Jahr möglich. Für „private equity funds“ kann die „lock-up“-Periode mehr als 10 Jahre
betragen.
Schließlich muss infolge der Komplexität der von solchen Fonds getätigten zugrunde liegenden
Anlagen der Nettoinventarwert nach Erhalt des geprüften Jahresabschlusses eventuell
angepasst werden. Folglich behalten einige „alternative“ Anlagefonds einen Teil der Fondsanteile
des Anlegers bis zum Erhalt des geprüften Jahresabschlusses ein, wenn letzterer beschließt, sie
zu 100% einzulösen.
4) Minimale Reglementierung
In diesem Sektor sind eine große Anzahl von Fonds in Offshore-Zentren angesiedelt („Off
shore“-Fonds). Sie sind also häufig nur einer minimalen Reglementierung unterworfen. Deshalb
können eine Vielzahl von Problemen und Verzögerungen in der Ausführung von Kauf- oder
Verkaufsaufträgen von Fondsanteilen vorkommen, für die die Investmentgesellschaft nicht
haftbar gemacht werden kann. Infolgedessen ist die Durchsetzbarkeit der Rechte der Anleger
nicht systematisch sichergestellt.
Jeder Anleger, der sich für alternative Vermögensanlagen und insbesondere für „Off Shore“-
Fonds interessiert, muss sich dieser Risiken bewusst sein. Man sollte demzufolge vor jeder
Investition die Anlageprodukte sorgfältig prüfen.
5) Short-Verkäufe
Die Organismen für gemeinsame Anlagen (OGA), in die die Investmentgesellschaft für
Rechnung des Kunden investiert, können Short-Verkäufe von Finanzinstrumenten durchführen,
die die derart investierten Vermögenswerte des OGA einem unbegrenzten Risiko aussetzen
können. Dieses unbegrenzte Risiko resultiert aus dem Fehlen einer Preisobergrenze für diese
Finanzinstrumente. Hingegen sind die Verluste auf den in den betreffenden OGA investierten
Betrag begrenzt.
6) Bewertung der OGA
Der Nettoinventarwert per Anteil an einem Fonds, in den investiert wurde, wird keiner
Wirtschaftsprüfung unterzogen (mit Ausnahme des am Ende des Geschäftsjahres errechneten
Nettoinventarwerts). Um die OGA zu bewerten, stützt sich die bewertende Person daher
maßgeblich auf ungeprüfte Finanzinformationen, die von den OGA selbst, von
Verwaltungsstellen oder Market Makern stammen. Sofern die durch die Fonds für die
Bestimmung des eigenen Nettoinventarwerts genutzten Finanzinformationen unvollständig oder
ungenau sind oder der besagte Nettoinventarwert nicht den Wert der durch den Fonds
realisierten Investitionen widerspiegelt, hat dies zur Folge, dass die Bewertung der
Vermögenswerte ungenau ausfällt.
7) Fehlen von DepotInvestmentgesellschaften
Für bestimmte Fonds, in die die Vermögenswerte angelegt wurden, wird die Funktion des
Verwahrers durch einen Broker anstelle einer Investmentgesellschaft ausgeübt. Diese Broker
genießen in bestimmten Fällen nicht die gleiche Bonität wie eine Investmentgesellschaft.
Darüber hinaus übernehmen diese Broker im Gegensatz zu Investmentgesellschaften, die ihre
Geschäftstätigkeit in einem regulierten Umfeld ausübt, die Aufgabe der Verwahrung der
Vermögenswerte, ohne einer aufsichtsrechtlichen Überwachung zu unterliegen.
8) Performance-Entgelt
Aufgrund der hohen Spezialisierung der Fonds ist es möglich, dass einige, wenn nicht sogar die
Mehrheit solcher Fonds, Performance-Entgelte in Rechnung stellen.
9) Verdopplung der Kosten
Die Anlage in einen Fonds kann im Vergleich zur Direktanlage in die Finanzinstrumente, in die
der Fonds investieren wird, Mehrkosten zu Ihren Lasten generieren.
10) Mit Private-Equity verbundene zusätzliche Risiken
Private-Equity-Anlagen sind gewöhnlich mit folgenden Risiken behaftet:
- Keine Ertragsgarantie für den Anleger:
Private-Equity-Anleger gehen das Risiko ein, dass sie das investierte Kapital möglicherweise
nicht vollständig wiedererlangen oder es sogar ganz verlieren. Die frühere Wertentwicklung
dieser Anlage stellt keinerlei Gewähr für die Zukunft dar, insbesondere da die Anlageumgebung
sich ständig verändert (neue geographische Gebiete, neue Fachbereiche, usw.). Insbesondere
erzeugt ein Konjunkturaufschwung oftmals starken Wettbewerb im Bereich des Erwerbs von
Portfoliogesellschaften, wohingegen ein Abstoßen solcher Anlagen während eines zyklischen
Abschwungs sich als schwierig erweist.
- Geringe Liquidität
Diese Fonds haben typischerweise eine Laufzeit von 7 bis 15 Jahren. Ein anerkannter
Sekundärmarkt für solche Private-Equity-Anlagen besteht nicht. Will man sich aus einem Private-
Equity-Fonds (der Zahlungen über mehrere Jahre verlangen kann) zurückziehen, kann die Strafe
sehr hoch ausfallen und bis zum vollständigen Verlust jeglicher Ansprüche auf die bereits in die
Private-Equity-Anlage investierten Mittel führen.
Hinsichtlich seiner Verpflichtung, die versprochenen Gelder zur Verfügung zu stellen, muss der
Anleger insbesondere die im allgemeinen sehr kurze Ankündigungsfrist beachten (die manchmal
nur sieben Tage betragen kann) und sicherstellen, dass genügend kurzfristig verfügbare liquide
Mittel vorhanden sind, um Einzahlungsaufforderungen nachkommen zu können.

J. Immobilienanlagen
Unter Immobilienanlagen versteht man Anlagen in „reale“ Vermögenswerte wie Wohnungen,
Bürogebäude, gewerbliche Grundstücke usw.
(i) Merkmale und Vorteile:
Anlagen in Immobilien erfolgen normalerweise über Anlagen in Investmentfonds oder an einem
geregelten Markt oder MTF notierte Investmentgesellschaften und bieten ein gewisses Maß an
Streuung. Diese Streuung reduziert in der Regel die Portfoliovolatilität und dient als Absicherung
gegen Inflation.
Manche Immobilienanlagen weisen Elemente einer Private-Equity-Anlage auf.
(ii) Risiken:
1) Eine grundsätzlich begrenzte Liquidität
Liquidität und Handelbarkeit von Anlagen, die an Immobilien geknüpft sind, können stark
schwanken. Diese Immobilienanlagen sind meist illiquide und lassen nicht immer eine
kurzfristige Gewinnrealisierung zu.
An einem geregelten Markt oder MTF notierte Investmentgesellschaften und Open-end-Fonds,
die in Immobilien investieren, haben normalerweise einen täglichen Markt. Andererseits bieten
Immobilienanlagen wie Closed-end-Fonds möglicherweise nur eine monatliche, vierteljährliche
oder jährliche Liquidität, und die Halteperiode kann mehrere Jahre dauern.
2) Hebelwirkung
Bei Hebelwirkung können Marktschwankungen bedeutende Gewinne einbringen, jedoch auch
hohe Verluste hervorrufen.

K. Mit Leihgeschäften über Finanzinstrumente („Securities Lending“) verbundene
besondere Risiken

Die Verleihung von Finanzinstrumenten durch einen Anleger zieht die Übertragung des
Eigentums an solchen Instrumenten (einschließlich der mit ihnen verbundenen Rechte und
Forderungen) an den Entleiher nach sich. In seiner Eigenschaft als Verleiher erwirbt der Anleger
gegenüber dem Entleiher ein vertragliches Recht auf Rückerstattung von Finanzinstrumenten
der gleichen Art, Menge und Güte.
Der Anleger ist deshalb dem Risiko ausgesetzt, dass gegen den Entleiher Insolvenz-,
Zahlungsunfähigkeits-, Umschuldungs- oder ähnliche Verfahren eröffnet werden oder dass
Pfändungs- oder Sperrmaßnahmen bezüglich der Vermögenswerte des Entleihers erfolgen.
Der Anleger kann über die verliehenen Finanzinstrumente erst verfügen, wenn ihm diese
zurückerstattet worden sind. Bis zu dieser Rückerstattung, die mehrere Tage dauern kann, ist er
deshalb dem Risiko ausgesetzt, die Finanzinstrumente nicht zu einem Zeitpunkt verkaufen zu
können, zu dem ihr Marktwert steigt. Des Weiteren besteht keinerlei Garantie, dass die
Rückerstattung zu einem bestimmten Zeitpunkt erfolgen kann, so dass der Anleger das Risiko
eingeht, seine Rechte nicht zum geeigneten Zeitpunkt ausüben zu können (z.B. hinsichtlich
eines mit dem Finanzinstrument verbundenen Stimmrechts).
Es ist möglich, dass der Entleiher zu dem Zeitpunkt, zu dem die Rückerstattung der
Finanzinstrumente erfolgen soll, nicht in der Lage ist, die Finanzinstrumente auf dem Markt zu
erwerben. In diesem Fall kann der Anleger anstelle der Finanzinstrumente einen Geldbetrag
erhalten, der dem Wert der verliehenen Finanzinstrumente zu einem bestimmten Zeitpunkt
entspricht.
Wenn der Entleiher eine Sicherheit zur Absicherung der Rückerstattung der verliehenen
Finanzinstrumente leistet, ist nicht auszuschließen, dass zum Zeitpunkt der Verwertung der
Sicherheit der Wert der Vermögenswerte, die Gegenstand der Sicherheit sind, unter dem Wert der verliehenen Finanzinstrumente liegt.
* *
*
Diese Information erhebt nicht den Anspruch, alle bestehenden Risiken zu beschreiben, die durch Anlagen in Finanzinstrumente bedingt sind. Das Ziel besteht eher darin, einige grundsätzliche Informationen zu geben und den Kunden hinsichtlich der für alle Anlagegeschäfte bestehenden Risiken zu sensibilisieren. Der Kunde sollte keine Investition vornehmen, bevor er nicht sicher ist, alle Risiken zu beherrschen, und sollte die Anlagegeschäfte seinem Vermögen, seinen Bedürfnissen und seiner Erfahrung anpassen.


Wer ist MOVENTUM ?

Hintergründe und Vorteile

MOVENTUM S.C.A. ist ein Serviceunternehmen, das auf die Vertriebsunterstützung von unabhängigen Finanzdienstleistern spezialisiert ist. Gegründet wurde MOVENTUM im Jahr 2000 von zwei erfahrenen Partnern der Finanzdienstleistungsbranche :
  • Global Portfolio Advisors (GPA)
  • Banque de Luxembourg (BdL)

Global Portfolio Advisors (GPA)
Das Erfolgskonzept von MOVENTUM lieferte Linsco/Private Ledger (LPL). LPL ist der größte Serviceanbieter für unabhängige Finanzberater in den USA. Über 6000 Berater, landesweit verteilt, haben sich entschlossen, mit LPL exklusiv als Dienstleister zusammenzuarbeiten. Mit mehr als 1000 Angestellten erwirtschaftet LPL einen jährlichen Umsatz von über 1,1 Milliarden USD.
Global Portfolio Advisors wurde 1998 von den LPL-Eignern gegründet, um internationale Märkte zu erschließen. 1999 hat GPA ein erstes Unternehmen erfolgreich in Japan gestartet, die LPL Japan Securities K.K.. Ein Jahr später wurde die MOVENTUM S.C.A. in Luxemburg gegründet.

Banque de Luxembourg (BdL)
Die BdL ist eine Luxemburger Bank, die im Jahr 1920 gegründet wurde. Die BdL verwaltet aktuell Kundeneinlagen in Höhe von über 35,7 Mrd. EUR.

MOVENTUM S.C.A.
MOVENTUM S.C.A. ist eine Fonds-Plattform und ein Serviceanbieter für unabhängige Finanzberater und Vermögensverwalter. Das Unternehmen basiert auf dem Geschäftsmodell von Linsco/Private Ledger (LPL). Das seit Februar 2002 in Deutschland und seit Dezember 2003 in Österreich aktive Unternehmen bietet Finanzdienstleistern Unterstützung bei der Steigerung ihrer Beraterqualität.

Die Rechtsform von MOVENTUM
MOVENTUM ist eine Kommanditgesellschaft auf Aktien nach Luxemburger Recht und unterliegt der luxemburgischen Bankenaufsicht, Commission de Surveillance du Secteur Financier (CSSF), dem luxemburgischen Äquivalent zur BaFin, der Deutschen Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht. Sie ist von dieser als Vermögensverwalter und als Vertreiber von Investmentfonds Organisme de placement collectif (OPC), lizensiert und unterliegt als Professionnels du Secteur Financier (PSF) gleichzeitig dem Luxemburger Bankgeheimnis.

Einlagensicherungssystem
MOVENTUM ist Mitglied der Association pour la Garantie de Depots, Luxembourg (AGDL), vergleichbar mit der Entschädigungseinrichtung deutscher Banken.

MOVENTUM :
"Eine unabhängige professionelle Anlageberatung sowie alle Ihre verschiedenen Anlagen übersichtlich auf einem Depot"
Die Kombination von Unabhängigkeit in der Beratung, die Zugriffsmöglichkeit auf eine umfangreiche Kontoverwaltungs-Infrastruktur sowie eine Vielzahl von professionellen Markt- und Analyse-Tools, bietet Ihnen das ideale Fundament, Ihre Ziele zu erreichen und eine fortlaufende Betreuung zu gewährleisten.

Ihre Vorteile, oder : Was wir Ihnen bieten, wenn wir für Sie MOVENTUM nutzen :

Einfache Kontoführung
Ihre Anlagen in Fonds, Aktien und Rentenpapieren, die bei verschiedenen Fondsgesellschaften geführt werden, können von Ihrem Finanzberater in ein Depot bei MOVENTUM übertragen werden.

MOVENTUM Konto
Das MOVENTUM Depot ist überschaubar und effizient für Sie zu verwalten. Transaktionen werden schnell und reibungslos ausgeführt. Sie erhalten :
  • Alle Depotdaten auf einen Blick, immer tagesaktuell
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  • Nur noch einen Jahresauszug für Ihre Steuererklärung
  • Online-Depoteinsicht

Alle Ihre Anlagen immer im Blick
MOVENTUM Account View, der Onlinezugriff auf Ihr MOVENTUMOne-Account-Depot. Verfolgen Sie alle Ihre Transaktionen, Käufe, Verkäufe, Umschichtungen und Kontostände online.
Sie erhalten Informationen über :
  • Alle Kontobestände
  • Wertpapierdispositionen, gestaffelt nach Wertpapieren
  • Alle Wertpapiertransaktionen
  • Barbestände aller Währungskonten
  • Alle Bargeldtransaktionen




Die wichtigsten Punkte der Abgeltungssteuer kurz zusammengefasst :

Ab dem 1. Januar 2009 werden Zinsen, Dividenden und private Veräußerungsgewinne auf Wertpapiere (nicht Immobilien, wenn die zehnjährige Spekulationsfrist eingehalten wurde) mit 25 Prozent besteuert. Dazu kommen Solidaritätszuschlag und – im Fall der Zugehörigkeit – Kirchensteuer. Mit dem Steuerabzug ist die Einkommensteuer des Gläubigers zukünftig grundsätzlich abgegolten.
Das Halbeinkünfteverfahren (HEV) für Privatanleger wird gestrichen. Damit müssen 100 Prozent der Dividenden und Kursgewinne versteuert werden. Bisher waren Dividenden und Kursgewinne mit Aktien innerhalb der Spekulationsfrist von einem Jahr gemäß HEV nur zur Hälfte steuerpflichtig, aber zum jeweils gültigen persönlichen Steuersatz (Spitzensteuersatz für die Einkommensteuer: 42 Prozent).
Die einjährige Spekulationsfrist wird ersatzlos gestrichen: Dies gilt aber nur für nach dem 31. Dezember 2008 erworbene Kapitalanlagen (Neufälle); für verbriefte Derivate, insbesondere Zertifikate, greifen Ausnahmen. Sie gelten schon dann als Neufälle, wenn sie nach dem 14.3.2007 erworben und nach dem 30. Juni 2009 veräußert wurden.
Bemessungsgrundlage sind die Bruttoerträge, die nur durch den Sparer-Pauschbetrag (= zusammengefasster Sparer-Freibetrag und Werbungskosten-Pauschbetrag) reduziert werden. Ein darüber hinausgehender Werbungskostenabzug ist nicht mehr möglich.

Was bedeutet die Abgeltungssteuer für Sie ? – Fragen und Antworten !

Muss ich wegen der Abgeltungssteuer jetzt schon aktiv werden ?
Vor dem Frühjahr/Sommer 2008 besteht für Anleger, die in Aktien oder Fonds investiert sind bzw. anlegen wollen aufgrund der Abgeltungssteuer kein Handlungsbedarf! Die Abgeltungssteuer gilt erst ab dem 1. Januar 2009.

Welche Lösungen wird es geben ?
Sie haben künftig die Möglichkeit mehrere Wege zu gehen. Von der gemanagten Dachfondslösung mit aus heutiger Gesetzgebung heraus gesicherter Steuerfreiheit (Altregelung), über eine gemanagte Investmentfondspolice mit entsprechenden steuerlichen Vorteilen, bis hin zum konventionellen Zielsparplan.

Soll ich meine Geldanlage künftig von der Versteuerung abhängig machen ?

Sie mussten sich auch bisher bei jeder Anlageentscheidung letztlich entscheiden, ob Sie rendite- oder steuerorientiert vorsorgen wollten. Sie waren und sind aber gut beraten, wenn Sie sich in der Anlageentscheidung nicht auf die Steuervermeidung fokussieren. Eine solche „Strategie“ hat in der Vergangenheit zumeist zu gravierenden Fehlern bei der Anlageentscheidung geführt. Gerade deutsche Anleger reagieren auf den Begriff „Steuer“ oft irrational. Es ist jetzt schon absehbar, dass so mancher aus Angst davor Steuern bezahlen zu müssen auf fragwürdige bzw. kriminelle Angebote hereinfallen wird. Grundsätzlich gilt: Ein Anlageprodukt mit einer schlechten Wertsteigerung wird nicht dadurch gut, dass man Steuern umgeht.

Was muss ich beachten, wenn meine Depotstelle im Ausland liegt ?
Ausländische Banken und Fondsgesellschaften werden nicht als Handlanger für das deutsche Finanzamt tätig. Es fällt allenfalls auf Zinserträge und Dividenden die bislang übliche Steuerabzug nach der EU-Zinsrichtlinie an, Kursgewinne bleiben aber unbehelligt. Bei Gewinnen auf einem Auslandsdepot hat ein Anleger letztlich also einen Liquiditätsvorteil, da keine Abgeltungssteuer direkt abgezogen wird. Mit dem Geld kann länger gearbeitet werden!

Was gilt im Erbfall ?
Erben Sie nach 2009 alte Wertpapierbestände, so sind diese nicht von der Abgeltungssteuer betroffen. Der Erbfall wird nicht als neue Anschaffung gewertet, sondern gilt als unentgeltlicher Erwerb – was er ja auch in der Tat ist! Hat die/der Verstorbene die Papiere also vor dem 1.1.2009 angeschafft, gelten die alten Bestimmungen inkl. Spekulationsfrist. Für die Berechnung der Erbschaftssteuer ist der Wert der ererbten Wertpapiere aber natürlich von Bedeutung. Hier gelten eigene Freibeträge je nach Verwandtschaftsgrad und besonderen Regeln.

Gibt es eigentlich auch Gewinner der Abgeltungssteuer ?
In Teilbereichen gibt es auch Gewinner sowie Verbesserungen der steuerlichen Regulierungen. Für wohlhabende Privatinvestoren, die bisher bei Geldanlagen auf Anleihen und Zinserträge gesetzt haben, ist es beispielsweise eine gute Nachricht, dass der Fiskus sich künftig mit einem Steuerabzug von maximal 28,6 Prozent auf alle Kapitalerträge zufrieden gibt. Bis 2006 mussten sie noch den Spitzensteuersatz von 42 Prozent plus Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer bezahlen. Mit Einführung der Abgeltungssteuer wird die Abgabenlast auf Vermögenserträge deutlich reduziert auf maximal 28,6 Prozent.


MOVENTUM Wochenkommentar
, hier vom 16.07.2008 :

MARKTRÜCKBLICK


Die Börsenentwicklung der vergangenen Woche war wieder einmal geprägt von Hiobsbotschaften aus dem US Hypothekenmarkt. Die ausgebrochene Panik um die beiden großen halbstaatlichen Hypothekenfinanzierer, Fannie Mae und Freddy Mac, welche das Rückgrat des US Immobilienmarktes bilden, sorgte für einen weiteren Kursrutsch an den internationalen Aktienmärkten. In Europa führten Meldungen zu einem sich abschwächenden Wirtschaftswachstum dazu, dass Anleger massiv in sichere Anlagen umschichteten. Die Tatsache, dass Spanien, Irland und Dänemark wohl in eine Rezession hineinschlittern dürften, beschleunigte diesen Umschichtungsprozess nur noch mehr. Anhaltende Spannungen zwischen Israel und Iran sowie Streiks in der Ölbranche in Brasilien haben den Ölpreis auf einen neuen Rekordstand von 147,27 US Dollar je Barrel (159 Liter) katapultiert. Dies dämpfte die Laune der Investoren zusätzlich. Zu den Wochenverlierern zählte, wie schon in der Vorwoche, Europa, gefolgt von den Indizes Nordamerikas, welche im Betrachtungszeitraum ebenfalls teils erhebliche Verluste vermelden mussten. Unverändert positiv war die Lage an den Börsen der Emerging Markets. Japan konnte sich noch verhältnismäßig gut behaupten, denn die Konsolidierung fiel weniger heftig aus als die des Gesamtmarktes.

Nachdem der Rentenmarkt bereits in der Vorwoche von der Aussage der Europäischen Zentralbank (EZB), die Zinsen vorerst nicht weiter anzuheben, profitierte, konnte er im aktuellen Betrachtungszeitraum ebenfalls leicht positiv abschließen. Negativ entwickelten sich hingegen die Hochzinsanleihen, welche aufgrund der neu entfachten Risikoaversion der Anleger durch die Flucht aus risikoreicheren Anlagen litten und sich dementsprechend ihre Spreads wieder ausweiteten.

Der US Dollar verlor vergangene Woche 1,37% gegenüber dem Euro. Erwartungen aus dem Kapitalmarkt, die US Notenbank werde zwar an der Sitzung vor dem Bank-Komitee des Senats auf ein Inflationsrisiko hinweisen, die Leitzinsen aber nicht anheben, haben den Greenback unter Druck gesetzt, sodass er gegen Ende des Betrachtungszeitraums bei 1,59 US Dollar je Euro notierte.

Die MOVENTUM Portfolio Strategien entwickelten sich im Vergleich zu ihren Benchmarks – wie schon in der vorangegangenen Woche – unterschiedlich. Die rentenlastigen MOVENTUM Portfolios konnten der Entwicklung der Benchmark nicht ganz folgen, wohingegen sich die MOVENTUM Portfolios mit höherem Aktienanteil tendenziell gut behaupten konnten. Aus Asset Allokation Sicht wirkte sich die Aufnahme Japans positiv aus.


ENTWICKLUNG DER EINZELNEN PORTFOLIOS

Das OFFENSIVE PORTFOLIO platzierte sich im Betrachtungszeitraum rund 60 Basispunkte vor dem Vergleichsindex. Positiv zur Performance trug der M&G Global Basics bei. Der Fonds profitierte einerseits von weiter steigenden Rohstoffpreisen und andererseits von seiner Untergewichtung im Finanzsektor. Die Aufnahme des Pictet F (LUX)-Biotech Funds wirkte sich mit seinem hohen absoluten positiven Performancebeitrag vorteilhaft auf die Gesamtperformance aus. Der MainFirst – avant-garde Stock Fund knüpfte angesichts seiner Positionierung auf qualitativ hochwertige Wachstumsunternehmen an den Erfolg des letzten Quartals an und setzte seine Outperformance gegenüber der Benchmark fort.

Das DYNAMISCHE PORTFOLIO konnte im Betrachtungszeitraum gegenüber seiner Benchmark eine Outperformance von rund 40 Basispunkten erzielen. Positive Beiträge lieferten unter anderen der Janus US Twenty, der von seiner Übergewichtung im Gesundheitssektor profitierte. Der neu allokierte Callander Japan New Growth konnte sich besser als der japanische Gesamtmarkt entwickeln und trug somit zur erfreulichen Entwicklung bei. Hier wirkte sich zusätzlich die Währungsabsicherung positiv aus, da der Yen in der abgelaufenen Woche 0,74% gegenüber dem Euro verlor. Wie schon im Offensiven Portfolio beschrieben, leistete auch hier der neu aufgenommene Pictet F (LUX)-Biotech Funds, einen erstaunlichen Beitrag zum Gesamtportfolioergebnis.

Das AUSGEWOGENE PORTFOLIO konnte sich in der vergangenen Woche ca. 15 Basispunkte vor seinen Vergleichsindex positionieren. Der ESPA Cash Emerging Markets leistete durch seine Ausrichtung auf Anleihen von Schwellenländern in Lokalwährungen mit hohem Zinsniveau wie schon in der Vorwoche, einen positiven Performancebeitrag. Zusätzlich lieferte der Julius Bär Absolute Return Bond Funds wieder einmal einen, wenn auch kleines, passables Ergebnis. Wie bereits eingangs erwähnt, tat sich bei den Schwellenländer in der abgelaufenen Woche wenig, sodass unsere Allokation in diesem Anlagesegment mit dem Nevsky Global Emerging Markets wirkte.

Das AUSGEWOGENE PORTFOLIO EUROPA musste in der abgelaufenen Woche eine Underperformance gegenüber der Benchmark von ca. 25 Basispunkten in Kauf nehmen. Negative Beiträge kamen hier vor allem vom Wanger European Smaller Companies. Dieser Fonds konnte sich dem weiterhin am Markt vorhandene negative Sentiment gegenüber Small Caps Unternehmen nicht entziehen und musste weitere Verluste einfahren. Der H&A Lux Equities – Value Invest hingegen konnte sich, wie schon in der Vorwoche, aufgrund seiner defensiveren Ausrichtung besser als der Markt behaupten und lieferte so einen positiven Performancebeitrag für das Portfolio. Der Raiffeisen Osteuropa Aktien konnte von der stabilen Lage der Schwellenländer profitieren und lieferte sogar einen absolut positiven Performancebeitrag.

Das DEFENSIVE PORTFOLIO beendete die abgelaufene Woche knapp 20 Basispunkte hinter der Benchmark. Negative Impulse kamen hier vom ansonsten gut laufenden PEH Renten EvoPro, der diese Woche nicht von seiner Durationspositionierung profitieren konnte. Absolut positive Beiträge kamen hingegen wieder einmal von den beiden Spängler Fonds, dem Spängler Short Term Euro und dem Spängler Spar Trust M. Erstgenannter konnte seine Ausrichtung auf kurze Laufzeit (Duration) nutzen und letztgenannter von wiederkehrenden Unsicherheiten an den Kapitalmärkten partizipieren.
 
Die KONSERVATIVE PORTFOLIO musste im Betrachtungszeitraum gegenüber seiner Benchmark eine Underperformance von ca. 35 Basispunkten ausweisen. Das Portfolio konnte infolge seiner tendenziell kürzeren Ausrichtung nicht mit der Entwicklung der Benchmark mithalten, obwohl lediglich der PEH Renten EvoPro einen negativen Wertentwicklungsbeitrag leistete. Dem Fonds brachte diese Woche seine negative Durationspositionierung nicht den gewünschten Vorteil. Die offenen Immobilienfonds – der CS Euroreal und der SEB ImmoInvest – entwickelten sich diese Woche neutral, wirkten aber dennoch stabilisierend.

FAZIT : Die US Hypothekenkrise hat sich mit zwei weiteren hochkarätigen Fällen zurückgemeldet und die Unsicherheit an den Finanzmärkten neu entfacht. Wie dieser neue Brandherd auf die internationalen Börsen wirkt, ist im Moment noch nicht abzusehen. Er dürfte aber vorerst für eine weiterhin schlechte Stimmung unter den Anlegern sorgen. So bewahrheitet sich leider unsere Einschätzung, dass derzeit die allgemeinen Kapitalmärkte Spielball der Berichterstattung sind und auch vorerst bleiben sollten.

Die MOVENTUM Strategien konnten sich diesem allgemeinen Abwärtstrend an den internationalen Börsen nicht entziehen und mussten die abgelaufene Woche mit negativen Vorzeichen beenden. Dennoch haben es wieder einmal alle Portfolio Strategien geschafft, sich auf Jahressicht vor den entsprechenden Benchmark zu positionieren.






Aus rechtlichen Gründen weise wir darauf hin, dass auf diese Unterseite unseres Portals auch unsere Domains
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